Life is a mixtape

10 Jul

Bilder sagen mehr als 1000 Worte, doch Lieder drücken alles aus.

Geht es darum, jemandem meine Zuneigung – sei es auch nur auf platonischer Ebene – zu zeigen, erstelle ich häufig Mixtapes, weil diese meiner Meinung nach viel expressiver sind als Briefe zum Beispiel.
Meistens läuft es so ab, dass ich im iTunes eine Wiedergabeliste erstelle und ca. 20 Songs, die zu der Person passen – oder eben zu meinen Gefühlen und Gedanken – zusammensuche. Dann geht es ans sortieren: Wie soll die CD eingeläutet werden? Auf das erste Lied wird oft sehr genau geachtet, darum sollte keine falsche Wahl auf Titel 1 getroffen werden. Dann versuche ich, dass ruhige und schnelle Lieder sich abwechseln (nicht zwangläufig ruhig – schnell -ruhig – schnell, aber auch nicht so, dass das Mixtape in der ersten Hälfte traurig und in der anderen fetziger ist).
Eine Sache, die mir auch am Herzen liegt, sind die Übergänge. Obwohl es nicht immer möglich ist, versuche ich, dass das Ende des vorherigen Songs zur Intro des nächsten einigermaßen passt.
Dann geht es ans Brennen, ich mache da gerne eine Audio-CD, weil sie wirklich immer und überall abgespielt werden kann (soweit ein CD-Spieler vorhanden), sei es im Auto, auf dem PC, in der Anlage oder im DVD-Player.

Außerdem suche ich noch nach einem passenden Namen, zum Beispiel „Sommer-Tape“ oder „Grill’n’Chill“.
Da ich leider nur begrenzte CD-Hüllen habe, gibt es nicht immer ein Deckblatt, manchmal bastle ich eine einfache Papierhülle. Die Titelnamen gebe ich nicht immer preis, weil ich es manchmal besser finde, die Musik unvoreingenommen zu hören und sich von jedem einzelnen Song überraschen zu lassen.
Manchmal mache ich aber auch eine Playlist mit Kommentaren, schreibe also den Titel des Liedes und die Spielfolge ab und erzähle in kurzen Stichsätzen, warum ich dieses Lied gewählt habe.

Eben grade habe ich ein Mixtape für meine Freundin, deren Vater verstorben ist, gemacht. Heute Abend werde ich sie sehen und ihr die CD schenken. Hier ist die Spielfolge:

Fix you – Coldplay
Gewinner – Clueso
Colorbling – Counting Crows
Es ist so, dass du fehlst – Tomte
Hide and Seek – Imogen Heap
Where does the good go – Tegan and Sara
Stiller – Wir sind Helden
I miss you – Blink-182
Wie ein Planet -Tomte
Hero – Regina Spektor
Halleluja – Jeff Buckley
Sound of Silence – Simon and Garfunkel
Nothing else matters – Metallica
Forever Young – Youth Group
The Scientist – Coldplay
Chasing Cars  – Snow Patrol
I wanna hear what you’ve got to say – The Subways
How to save a life – The Fray

Was haltet ihr von Mixtapes, was ist euch wichtig? Und wie würdet ihr ein trauriges, aber irgendwie aufbauendes Mixtape gestalten?

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Eine Antwort to “Life is a mixtape”

  1. Judith 2. September 2010 um 15:25 #

    Mag ich. Besonders den Aufbau + Auswahl. Ich mache manchmal auch welche.. Für besonders besondere Menschen. Auf den Aufbau achte ich aber nicht so sehr. Ich schiebe intuitiv die Lieder in die Liste, höre es mir komplett an und wenns mir gefällt, darf es gebrannt werden 🙂

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