Skins – Hautnah

1 Jun

Viele von euch werden sie schon kennen, aber ich möchte sie euch trotzdem vorstellen – meine Lieblingsserie „Skins“.
Worum geht’s da? Oberflächlich gesehen könnte man sagen, es geht um das Leben hedonistischer Jugendlicher aus Bristol, die mit Sex und Drogen sehr maßlos umgehen.
Allerdings spielen da noch andere Faktoren mit. Davon abgesehen, dass die einzelnen Charaktere wirklich interessant gestaltet sind, sind auch Themen wie Freundschaft, Homosexualität, Magersucht, Religion, das Hinterfragen der bestehenden Strukturen und natürlich das Erwachsenwerden entscheidende Fäden, die gezogen werden.

Der Aufbau ist dynamisch und abwechslungsreich: Jeweils zwei Staffeln drehen sich um eine Generation, sodass man nicht zwangsläufig die vorherigen beiden Staffeln kennen muss. Jede Folge beschäftigt sich mit einer Person genauer und begleitet durch die ganze Sendung.

In der ersten Generation gibt es Tony, seine Freundin Michelle, seinen besten Freund Sid, die unsichere Cassie, Chris, Jal, Anwar und Maxxie. Seine kleine Schwester Effy kommt zwar auch vor und hat in jeder Staffel ihre eigene Folge, ist aber letztlich nicht unter den Protagonisten.
Anfangs denkt man, die Serie sei wie folgt: Toni, der attraktive, beliebte, talentierte und freche Junge, der alles schafft, profiliert sich mit seinen unglaublich krassen Taten, baut viel Scheiße und kommt ungestraft davon.
Dem ist aber nicht so.


In der zweiten Generation kommt endlich Effy zum Zug. Mit ihrer besten Freundin Panda lernen sie Freddy, Cook und JJ kennen – „die drei Muskeltiere“, deren Freundschaft aber auf die Probe gestellt wird.
Hinzu kommen die Zwillinge Katie und Emily, die zwar gleich aussehen, aber unterschiedlicher nicht sein können. Das liegt vor allem daran, dass Katie ein Männermagnet ist, während Emily in Naomi verliebt ist. Dann gibt es noch Thomas aus dem Kongo, der dazukommt.
Erst bauen sie ihr exzessives Zusammenleben in Bristol auf, um es dann auseinander fallen zu sehen.

Die dritte Generation ist dann komplett neu besetzt. Es handelt von Franky, einem sehr androgynen Mädchen, das neu an das Gateway College kommt, wo sie die oberflächlich wirkende Mini, die noch unsichere Grace und die exzessive Liv kennenlernt.
Was mit Mobbing beginnt, endet in einer Freundschaft, die mit Hilfe von Rich, Alo und den Geschwistern Nick und Matty zu einer großen Sache wird.
Zum ersten Mal wurde diese britische Serie im Jahr 2007 gesendet, aktuell ist die fünfte Staffel vorbei. Angekündigt sind ist eine sechste Staffel sowie ein Film, der zwar das Hauptaugenmerk auf die zweite Generation hat, Personen aus den anderen beiden allerdings miteinfließen lässt.

Was mich an Skins überzeugt, sind nicht nur der unglaublich gute Soundtrack, die witzigen, aber auch tiefen Dialoge, sondern auch die unterschiedlichen und zum Teil extrem komplexen Charaktere.
In keiner Serie habe ich zuvor erlebt, dass so interessante Storylines konsequent und gelungen parallel laufen.
Auch das Frauenbild, das vermittelt wird, ist total feist, weil es emanzipiert ist und zeigt, dass man seine eigenen Bedürfnisse nicht hinter die gesellschaftlichen stellen sollte, nicht immer ladylike sein muss und eben auch, dass es okay ist jemanden zu lieben, den andere Menschen nicht als den Partner anerkennen wollen.
Davon abgesehen werden die Leute dort extrem cool eingekleidet.

Einige Kritikerinnen und Kritiker haben die Serie als unrealistisch und utopisch eingestuft, aber mal ehrlich: was ist realistischer als eine Horde von Jugendlichen, die Drogen konsumieren, untereinander Sex haben und deren Träume zusammenbrechen?
Wahrscheinlich ein Krankenhaus voll attraktiver, junger Ärztinnen und Ärzte, die alle miteinander befreundet und teilweise liiert sind und ihr Privatleben mit dem Beruf nicht vereinbaren können.

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2 Antworten to “Skins – Hautnah”

  1. peepshow 2. Juni 2011 um 02:21 #

    skins ist so abartig genial.
    noch ein grund, diech als bloggerin zu mögen 🙂
    ich freue mich so sehr auf den film!

  2. Judith 3. Juni 2011 um 13:08 #

    Ah, das wollte ich dir ja noch erzählen. Ich habe mir inzwischen die erste Hälfte der ersten Staffel angeguckt und was soll ich sagen? Es ist echt genial! Bei Skins bleibe ich definitiv dran 😀

    Uh, und hör mal bei Jean Claude genau hin! Wenn er singt, „Risiko Diabolo“, singt er in Wahrheit ganz eindeutig „Risiko im Damenklo“. Ich kann das Lied echt nicht mehr hören, ohne ständig die echte Version im Ohr zu haben 😀

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