Reality is just as thin as paper

28 Jun

Sonntag habe ich viele neue Eindrücke gesammelt. Mit diesen drei Werken habe ich mich beschäftigt:

Mit Veronika beschließt zu sterben habe ich vor zwei Wochen angefangen. Es geht um ein junges Mädchen, das an einem Suizidversuch scheitert und in ein Sanatorium kommt. Dort erfährt sie von den Fachärzten, dass sie nur noch wenige Tage zu leben hat, da ihr Herz einen immensen Schaden von der Überdosis an Schlaftabletten trägt.
Egal, wie sehr man sich den Tod wünscht, dieses Buch zeigt, dass das bewusste Warten eine andere Dimension der Lebensmüdigkeit ist. Plötzlich könnte man nämlich doch bemerken, dass man Freude oder gar einen Sinn in seiner Existenz findet. Der Roman tut, was er sollte, regt stark zum Nachdenken an.

Als nächstes las ich die neue Arbeit von Jonathan Safran Foer, einem von mir sehr geschätzten Autor. Tree of Codes  ist ein ganz besonderes Buch.
Es handelt sich dabei eigentlich um „The Street of Crocodiles“ von dem jüdischen Autor Bruno Schulz, Foers Lieblingsroman. Daraus hat er allerdings eine komplett neue Geschichte gemacht, indem er verschiedene Textpassagen ausstanzen ließ. Aufgeschlagen sieht das ganze so aus:

Dementsprechend aufwendig war auch die Herstellung dieses Exemplars (und dementsprechend hoch der Preis).
Ich brauchte nicht lang, bis ich das Buch durchgelesen hatte, aber jedes einzelne Wort wirkte auf mich so unglaublich illusionierend und inspirierend, dass ich das Gefühl hatte, es stamme aus einer anderen Welt.

Den Tag schloss ich mit einem Film namens „Alles ist erleuchtet“ ab. Den Roman dazu (original „Everything Is Illuminated“) hat der gute Foer geschrieben. Ich muss sagen, dass dies eine der besten Buchverfilmungen ist, die ich geh gesehen habe.
Die Umsetzung war so unglaublich gut gelungen, die Besetzung mit Elijah Wood als Jonathan Safran Foer war sehr passend und der Soundtrack ebenfalls.
Ich war so berührt von dem Film, all die Traurigkeiten wurden 1:1 eingefangen und verbildlicht, dass man das Gefühl hatte, den Roman neu zu leben.

Ist wer von euch schon in den Genuss dieser drei Kunstwerke gekommen?

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3 Antworten to “Reality is just as thin as paper”

  1. missaqua 14. Juli 2011 um 15:19 #

    Vor ein paar Monaten las ich ‚Veronika beschließt zu Sterben‘, da Paulo Coelho zu einem meiner Lieblinsgautoren geworden ist! Ein wundervolles Buch aus dem ich mitgenommen habe, jeden Tag zu genießen und auch mal ein wenig verrückt und für andere nicht nachvollziehbar zu handeln.
    ‚Tree of Codes‘ scheint ein unglaublich interessantes Konzept Wundervoll was es auf der Welt so gibt!
    Den Film so wie das Buch dazu kenne ich nicht, werde ich aber bei Gelegenheit mal aufsuchen.

    Deinen Blog habe ich durch kleiderkreisel entdeckt – und gleichmal abonniert! 😉

    • henghdf 14. Juli 2011 um 18:10 #

      Ich habe neulich beim Stöbern im Elektrofachhandel gesehen, dass es einen Film zu „Veronika beschließt“ zu sterben gibt. Dem Preis zu folge ist der auch relativ neu, Sarah Michelle Gellar spielt die Hauptrolle. Bei Gelegenheit werde ich mir den auf jeden Fall anschauen. Hast du den schon gesehen?

      Das freut mich wirklich sehr, dass du dich für meinen Blog interessierst. 🙂

Trackbacks/Pingbacks

  1. For Ever Ago « Is this real life? - 14. Juli 2011

    […] etwas dazu gelernt zu haben. Nachdem ich „Veronika beschließt zu sterben“ las (ich berichtete), realisierte ich, dass mensch den Moment leben sollte und nicht warten sollte, wenn nicht einmal […]

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