Coexist

12 Sep

Die letzten Hausarbeiten sind abgegeben und ich zurück im Norden. Mit dem Treffen alter Freundinnen, Tagesausflügen in die nächste Großstadt und nostalgischem O.C.-Schauen bin ich gut beschäftigt. Samstag gab es in Hamburg eine eindrucksvolle Demonstration von enter_the_gap, wir gingen auf die Straße, um zu zeigen, dass Sexismus, die Verharmlosung sexualisierter Gewalt, Rassismus und konservativ-idealisierte Gender-Rollen entsetzlich sind.
Am Wochenende wird es nach Berlin gehen, darauf freue ich mich besonders: Eine Freundin feiert ihren Geburtstag nach und ich treffe einige in die Hauptstadt gezogene Freunde.

Anscheinend war Montag der letzte schöne Tag des Jahres, den ich mit Sand zwischen den Zehen am Elbstrand verbrachte. Jetzt schleicht sich der Herbst an, meine Lieblingsjahreszeit. Endlich kann ich meine Strumpfhosen, Strickjacken und Cordhosen wieder auspacken, Mützen aufsetzen und viel, viel Tee trinken und backen.
Von all den Erlebnissen zeige ich euch die Fotos, sobald sie entwickelt sind.

In der aktuellen Intro (09/12) gibt es übrigens ein interessantes Interview mit The xx, deren neues Album Coexist großartig gelungen ist. Wen mein eindringlicher Aufruf, das Album im Plattenladen des Vertrauens oder auf iTunes zu kaufen, nicht ausreicht, der sollte sich die Live-Perfomance ihrer Single Angels anschauen. Das Video wurde in einem Hotel-Zimmer in Tokio gedreht und geht sehr unter die Haut. Bittesehr:


Romy erzählt auch von den überraschendsten Erlebnissen ihrer diesjährigen Live-Auftritte. Mit dabei ist das Hurricane Festival, auf dem ich die drei auch gesehen habe (ich schrieb). Dazu sagt sie:

„Während des Hurricane/Southside spielten wir gleichzeitig mit der deutschen Fußballmannschaft. Trotzdem versammelte sich eine große Menge vor der Bühne. Das freue uns sehr. Aber dann erschraken wir, als alle anfingen zu jubeln. Da merkten wir nämlich erst, dass das EM-Spiel auf der Leinwand neben der Bühne lief. Gerade war ein Tor gefallen. Wir machten mit dem Refrain des Songs weiter, den wir unterbrochen hatten, und das Publikum klatschte sofort wieder mit. Irgendwie lustig. Aber ich kann immer noch nicht glauben, dass die Veranstalter das gemacht haben.“

Das stimmt nicht ganz: Nicht das gesamte Fußballspiel, sondern nur der aktuelle Spielstand wurde auf den Leinwänden neben der Bühne eingeblendet. Für ein Musikfestival finde ich das dennoch unangebracht, es soll ja tatsächlich Menschen geben, die Fußball hassen und den Auftritt ihrer Lieblingsbands fern vom Partynationalismus genießen wollen. Dafür scheinen die Veranstalter des kommerziellsten Festivals des Nordens kein Verständnis zu haben – ich habe kein Verständnis für deren Sell-Out-Gehabe und den überteuerten Preisen, deshalb werde ich mein Geld nächstes Jahr für schönere Veranstaltungen ausgeben.

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