Mit erhobenem Mittelfinger

12 Feb

Als ich heute Morgen aus dem Bett kam, hatte ich schon im Gefühl, dass der Tag eine Herausforderung wird. Aus meinem Fenster konnte ich erkennen, dass auf den Straßen zu viel Schnee liegt und aus meinem Kalender, dass ich an meiner Hausarbeit schreiben muss. Deshalb zog ich mir meine momentane Lieblingskleidung an, machte eine Photobooth-Session und ernannte folgendes Foto als Parole für die nächsten 16 Stunden.

Foto am 12.02.13 um 13.26

Mit dem Fahrrad kämpfte ich mich also durch den weißen Eismatsch, ließ auf dem Weg mein Apfel-Handtelefon in ebendiesen fallen (ist zum Glück nichts passiert) und musste feststellen, dass einige Stadtteile sich 2 cool 4 skool fühlen um den Schnee von der Straße zu schieben.

Angekommen musste ich feststellen, dass meine Vorlesung ausfiel. Ich hätte noch vier Stunden länger Zuhause bleiben können. Wegen der ollen Wetterlage blieb ich aber da, ansonsten hätte ich mich nicht zurück in die Stadt motivieren können.
Da saß ich also im überfüllten Café, schrieb Hausarbeit und hörte alte Tegan and Sara Alben, um Verständnis für meinen Missmut zu finden. Immerhin wurde ich mit der Rohfassung fertig, jetzt darf meine Mitbewohnerin sie zerfleischen und mir zum Überarbeiten geben. Jetzt darf ich endlich diese hässlichen Zettelchen aus den Büchern nehmen und sie zurück zur Bibliothek bringen.

IMGP1177

Was heute noch schief lief:
– Wir haben massive Probleme mit unserem Stromanbieter und letzterer in der Kommunikation zwischen Service-Hotline und Klient*innen.
– Auf meinen Kopfhörern kann ich keinen Stereo-Sound mehr genießen, da sie einen Kabelbruch erlitten haben.

(Schwarz auf weiß sieht das gar nicht nach so viel aus wie es sich anfühlt. Oh je, ich bin so eine Dramaqueen.)

Was gut lief:
– In meinem Briefkasten war dieses schöne Heft drin:

IMGP1175

– In diesem schönen Heft war meine Rezension über Heartthrob, dem neuen Tegan and Sara Album, drin. Und sie haben meinen Namen richtig geschrieben.

IMGP1172

 

Das macht glücklich. Und meine andere Mitbewohnerin hat mir Kartoffel-Karotten-Kohlrabi-Auflauf übrig gelassen. Zugegeben: Das Leben hat auch süße Seiten. (Ziemlich viele sogar, wenn man große Probleme wie den Kapitalismus, Sexismus, Rassismus und Homophobie ausblendet und sein Zimmer nicht verlässt.)

 

 

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Eine Antwort to “Mit erhobenem Mittelfinger”

  1. Sophie M. Herold 17. Februar 2013 um 19:05 #

    Bitte, bitte such dir in Berlin ein Zimmer und komm nie wieder heraus!

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