The Whole Truth

29 Mrz

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Im jüdischen Museum läuft seit einer Woche die Sonderausstellung „Die ganze Wahrheit“. Sämtliche Klischees, die einem in den Sinn kommen, werden dort ironisch aufgegriffen. Fragen rund um die Beschneidung, koscheres Essen und Kopfbedeckungen werden insofern beantwortet, dass sie zur Reflexion auffordern. Im Prinzip geht es um die Sensibilisierung des politischen Bewusstseins, wenn es um das Judentum geht. Je nachdem, wann man da ist, gibt es auch den sogenannten „Juden im Glaskasten“, den man alles Mögliche fragen kann.

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Insgesamt geht es mir hier wunderbar. Ich hab seit zwei Wochen immer irgendwen zu Besuch. Jede Bar, die ich betrete, ist cooler als die andere, jedes Essen köstlicher als das von letzter Woche. Was das Wetter vermiest, gleicht das Kulturprogramm aus. Heute Abend gehen wir ins //:aboutblank und schauen wir Sookee und Neonschwarz an. Morgen dann ins Theater zu „Christiane F.“ und Dienstagabend, da werde ich zu Mumford & Sons gehen und mich kritisch auseinander zu setzen. Ich weiß, ich habe die Band auf meinem Blog gelobt, seit dem zweiten Album langweilt sie mich nicht nur, sondern verstehe ich den Hype um die Band immer weniger. Man muss sich nur einmal die Texte durchlesen, alle nacheinander, und es ist, als blättere man das Liederbuch einer christlichen Jugendgemeinde durch. Schlagwörter pushen den Pathos ins Unermessliche, es geht um Reue, Schmerz, Glauben, Hoffnung und die erlösende Liebe. Bisschen rückständig, wie ich finde. Dazu wird es in den nächsten Tagen einen ausführlichen Text in der taz geben, deshalb nehme ich jetzt mal nicht alles vorweg.

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4 Antworten to “The Whole Truth”

  1. theaterkind 1. April 2013 um 16:03 #

    Bist du zufällig auf dem durch die Sonderausstellung auch an dieser Videoinstallation vorbeigekommen, die dort gerade noch bis Ende April läuft? /Der der Vernissage zu eben dieser Installation ist mit der Ankündigungsflyer für die Sonderausstellung in der Finger gekommen und ich will auf jeden Fall noch gehen, wenn ich es schaffe.

    • henghdf 1. April 2013 um 16:46 #

      Da gab es mehrere Videoinstallationen, geh unbedingt hin, wenn du es schaffst. 🙂

      • theaterkind 1. April 2013 um 16:50 #

        Ich werde wahrscheinlich hingehen, wenn ich noch mal Roundhouse Reverb (die Installation) angucken gehe. Wie ist der Informationsgehalt? – Für Menschen mit Affinität sicherlich nicht soo hoch, oder (so kommt mir wenigstens der Flyer vor)?

  2. henghdf 1. April 2013 um 16:54 #

    Nee, also was dazugelernt habe ich nicht wirklich. Die Fragen, die aufgeschrieben wurden, sind teilweise auch so, dass du denkst: „Oh je, wer fragt denn so was? Das ist doch übelst anti-semitisch.“ Geht also viel ums Bewusstsein.

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