You know what they say about going to Holi Festival tomorrow? (Don’t.)

19 Jul

Angefangen hat es irgendwie so vor einem Jahr. Es war Sommer, Electro-DJs wie Klangkarussel gewannen einen enormen Bekanntheitsgrad im Mainstream, Indien faszinierte alle Freigeister und jene, die es gern wären, und dann tauchte im Netz dieses Musikvideo von Alle Farben auf. Zu sehen ist eine Masse an weißen, jungen Menschen, die allesamt farbiges Pulver in die Luft schmeißen, bunt werden und exzessiv tanzen. Es sieht aus, als hätten alle eine Menge Spaß bei dem, was sie da machen. Was auch immer das ist.

Suchmaschine angeschmeißen und rausgefunden, dass das ein Holi Festival ist, einem Import aus Indien. Dann weitergesucht und etwas über die ursprüngliche Bedeutung herausgefunden. Wikipedia zufolge feiert mensch dieses farbenfrohe Fest zum Einläuten der warmen Jahreszeiten über mehrere Tage, es vermischen sich alle möglichen Kasten, Geschlechter und Altersgruppen und die Namensgebung variiert nach Region.
Wie auch das Om-Zeichen, Bindis und Henna-Tattoos dachte sich die weißdeutsche Masse, es wäre sehr interessant, modisch und insgesamt angebracht, dieses kulturelle Gut zu importieren und ein kommerzielles Fest draus zu machen. Mit viel Alkohol und Feierwut wird mittlerweile in jedem Kaff ein Holi-Festival zelebriert. Morgen auch hier in Freiburg.

Offensichtlich fehlt den Besucher_innen das Bewusstsein um zu erkennen, dass es sich um Cultural Appropriation (oder kulturelle Besitzergreifung) handelt.

Cultural appropriation is the usage of a cultural or religious tradition by non-participants of that culture or religious tradition without the acknowledgement of where that cultural or religious tradition came from.
(Quelle)

Besonders marginalisierte Bevölkerungen wie die indische oder ur-amerikanische werden ihrer heiligen, bedeutungsvollen Kulturbestandteile beraubt. Jahrhundertelang wurden sie von weißen Menschen vergewaltigt, ausgebeutet und umgebracht, aber jetzt ist es im Trend, Kopfschmuck, Zeremonien oder ähnliche bedeutungsvolle Dinge aus dem kulturellen Kontext zu reißen und als Modeaccessoire zu tragen. Der Ureinwohner_innen Amerikas versuchten weiße Menschen mit Gewalt ihre Kultur auszutreiben, aber wenn weiße mit Federkopfschmuck Fotos auf Tumblr hochladen, ist es plötzlich ästhetisch und innovativ.

This Is Not India ist für dieses Thema ein lesenswerter Blog. Da ich selbst nicht aus der indischen Kultur bin, lasse ich der_die Autor_in sprechen:

It is a problem when wearing a bindi becomes equated with racist ideas of exoticism, grunge, goth, “third-eye“-related awkwardness, hipster culture. Bindis, itself, get re-appropriated to symbolize the entireity of a culture that gets reduced to whatever the white narrative decides it is.

It is also a problem when bindis are worn for an aesthetic effect that is deliberately out-of-place, and re-appropriated. There is a sense in such usages that the way bindis are ordinarily used is not “cool“ enough for the white forehead.

(…)

The context of religion, politics and history is erased completely —- only to be replaced by the vacuous and profitable hook found in the imagery of elephant-heads, multi-hands, multi-heads, and hanging tongues.  When Hindu iconography is reduced to its consumerist shock value in the West, it becomes a question of cultural neocolonialism.

Für eine genauere Auseinandersetzung empfehle ich wärmstens, den gesamten Artikel mal durchzulesen, er ist nicht so lang und wie gesagt wichtig, weil er aus der Perspektive einer Person mit indischem Hintergrund geschrieben ist. Auch zum Thema Holi gibt es Einträge.
Fudder-Autorin Linda schrieb, weshalb sie Holi Festivals nervig findet: Sind ihr zu Mainstream und außerdem wird im Westen die ursprüngliche Bedeutung unter den Tisch fallen gelassen. Auf meinen Kommentar hin, dass es Cultural Appropriation ist, antwortete mir eine Userin:

wenn in malaysischen malls „jingle bells“ gespielt wird, hab ich doch dadurch auch nicht weniger weihnachten. und denjenigen wiederum, die an weihnachten in die kirche gehen, nehme ich auch nix weg, wenn ich es traditionell, nicht religiös, auffasse.

Der Import von Weihnachten in nicht-christlichen Ländern ist nicht im geringsten mit der Holi-Übernahme vergleichbar. Wie auf This Is Not India zu lesen ist, tragen nicht mal in Indien alle Menschen Bindis & Co. aus religiöser Überzeugung, davon abgesehen ist der Hinduismus mit Privilegien besetzt und muss nicht verteidigt werden. Die Übernahme im Westen ist trotzdem nicht dasselbe.
Lange Rede, kurzer Sinn: Der Import des Holi Festes in den Westen ist ein klarer Fall von Cultural Appropriation und ist somit ignorant und rassistisch.

 

 

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32 Antworten to “You know what they say about going to Holi Festival tomorrow? (Don’t.)”

  1. Maschinenbaustudent 21. Juli 2013 um 10:13 #

    Ich würde das nicht zu eng sehen.

    Soll ich mich als gebürtiger Bayer aufregen weil es überall in der Welt Oktoberfeste gibt und die Leute Dirndl und Lederhosen tragen?

    • henghdf 21. Juli 2013 um 12:14 #

      Oktoberfeste haben doch auch keinen anderen Sinn als sich zu amüsieren und zu betrinken, da gibt es ja keine tiefe Bedeutung, die übersehen wird.

      • dumusstesjawissen 30. Juli 2013 um 22:32 #

        oh the ignorance.

  2. ClaudiaBerlin 21. Juli 2013 um 11:17 #

    Wikipedia zu Bindis in INDIEN:

    „… Unverheiratete können ein Bindi tragen, er ist dann reine Dekoration oder ein Segenszeichen, ein Tika oder Tilaka. Selbst indische Musliminnen kleben sich heute oft diesen modischen Punkt auf, was noch vor einigen Jahren undenkbar gewesen wäre.

    Traditionelle Punkte werden mit roter Pulverfarbe aufgetragen, Sindur oder Kumkum. Heute sind wiederverwendbare, aufklebbare Schmuckbindis am weitesten verbreitet. Diese gibt es in allen Farben und in einer Vielzahl von ornamentalen Formen, zum Beispiel golden oder mit winzigen Kunstperlen oder -steinen besetzt.

    ….Solche Schmuckbindis kommen auch im Westen in neuer Zeit mehr und mehr in Mode.“

    Warum sollte es also Menschen im Westen nicht gestattet sein, ebenfalls Bindis als „reine Dekos“ zu tragen?

    Du schreibst:

    „Der Import von Weihnachten in nicht-christlichen Ländern ist nicht im geringsten mit der Holi-Übernahme vergleichbar.“

    Dafür bringst du keinerlei Begründung. Und was ist mit dem Import von Halloween nach Europa? Und mit Weltmusik? Und mit dem Aufgreifen afrikanischer Kunststile in der modernen Kunst? (z.B. Picasso) Alles rassistischer Kultur-Klau? Nicht dein Ernst!

    Zum Holi-Fest Berlin steht auf der Ankündigungsseite:

    „Eine Tradition aus Indien: das Frühlingsfest

    Das Holi Fest ist eine indische Tradition. Mit diesem spirituellen Fest der Farben begrüßen die Menschen jedes Jahr den Frühling. Dazu werfen sie buntes Pulver, das Gulal, in den Himmel. Die Farbe verwandelt die Menschen und Umwelt in eine bunte Pracht. Dabei verschwinden auch sämtliche Schranken durch Kasten, Geschlecht und Alter. Harmonie, Gemeinschaft und das friedliche Miteinander stehen im Vordergrund.“

    http://www.berlin.de/events/2969911-2229501-holi-festivals-of-colours.html

    Was spricht dagegen, ein ebensolches Fest hierzulande zu feiern? Und wer sagt, dass da nur Weiße hingehen sollen?

    • henghdf 21. Juli 2013 um 12:49 #

      Erst mal sagt niemand, dass da nur Weiße hingehen sollen, die Erfahrung zeigt aber, dass nur Weiße hingehen. Warum sollte jemand, der den eigentlichen Ursprung feiert, auch zu so einer Veranstaltung gehen, die nicht im geringsten etwas mit dem Original zu tun hat, sondern einfach nur auf Alkohol, Partywut und Techno fokussiert ist?
      Es ist ja nicht so, als ob es ein traditionelles Farbfest ist, sondern dass Elemente daraus geklaut werden und in einen weißen Kontext gepackt werden.

      Zum Thema Weihnachten würde ich dich bitten, unten meine Antwort auf Sainas Kommentar zu lesen, ebenfalls zum Thema „Warum dürfen Weiße keine Bindis tragen?“

  3. Saina 21. Juli 2013 um 11:37 #

    Ich versteh den Teil mit Weihnachten irgendwie überhaupt nicht. Die Aneignung von Weuhnachten ist nicht das gleiche, ok, ist angekommen, aber warum?
    Wie auf This Is Not India zu lesen ist, tragen nicht mal in Indien alle Menschen Bindis & Co. aus religiöser Überzeugung, davon abgesehen ist der Hinduismus mit Privilegien besetzt und muss nicht verteidigt werden.Aber Weihnachten ist nicht mit Privilegien besetzt und muss verteidigt werden? Was für Privilegien überhaupt?
    Die Übernahme im Westen ist trotzdem nicht dasselbe. Weil?

    • henghdf 21. Juli 2013 um 12:41 #

      Wenn du auf This Is India den gesamten Artikel liest, steht auch, worin das Problem liegt, wenn weiße Menschen es tragen. Ich zitiere noch einmal:
      „So why is it a problem then for white people to do the same? Short answer — It’s not. Not really. Anyone can wear them —- Hindu and non-Hindu alike.
      But.
      It is a problem when wearing a bindi becomes equated with racist ideas of exoticism, grunge, goth, ‚third-eye‘-related awkwardness, hipster culture. Bindis, itself, get re-appropriated to symbolize the entireity of a culture that gets reduced to whatever the white narrative decides it is.
      It is also a problem when bindis are worn for an aesthetic effect that is deliberately out-of-place, and re-appropriated. There is a sense in such usages that the way bindis are ordinarily used is not “cool“ enough for the white forehead.“

      Wenn weiße Jugendliche Bindis tragen, um ihre bürgerliche Eltern zu provozieren mit ihrem „Exotismus“, wenn eine Kultur von Außenstehenden reduziert wird auf ein paar wenige Mode-Trends, wenn das Bindi-Tragen im westlichen Kontext auch mit gewissen anderen Dingen belastet ist (zu 90% sehe ich Bindis an weißen Mädchen auf „Soft-Grunge“-Blogs, die zu großen Teilen eine Diät-Kultur, Lookismus und Fat-Shaming implizieren. Auf diesen Blogs sind die Bindis auch ausschließlich an weißen Mädchen zu sehen – soll das heißen, dass es ihnen viel besser steht als nicht-weißen?).

      Die Aneignung von Weihnachten ist nicht die gleiche, weil:
      – Weihnachten zum größten Teil aus Kommerz besteht und sich Leuten aufdrängt, die es gar nicht feiern möchten. Meiner Familie zum Beispiel: Wir haben es früher nicht gefeiert, im Kindergarten habe ich dafür unangenehme Kommentare kassiert und mich ausgeschlossen gefühlt, weil es einen Monat lang um nichts anderes ging. Irgendwann beschlossen meine Eltern, uns auch zu Weihnachten etwas zu schenken, mit jedem Jahr wurde unser Fest weihnachtlicher. Meine Schwester ist ein totaler Fan von diesen Feiertagen, ich hasse sie mittlerweile.
      – Weihnachten in der Tat von Privilegien besetzt ist, aber ich mich ehrlich gesagt nicht dafür verantwortlich fühle, Weihnachten zu verteidigen, sollen sie doch alle feiern, was sie wollen. Wer Weihnachten feiert, weiß aber meistens auch, dass es ein christliches Fest ist und was damit zusammenhängt. Mit Holi Festivals sieht es anders aus.
      – Weihnachten in nicht-christlichen Ländern ist nicht Cultural Appropriation, sondern Adoption. Das ist wie mexikanisch essen gehen oder den Sonntag als Ruhetag ansehen. Appropriation hingegen geschieht nicht immer im Konsens mit der Herkunftskultur.

      Geschichte spielt eine Rolle, Stichwort Kolonialisierung. Machtverhältnisse spielen eine Rolle.

  4. frollein europa 21. Juli 2013 um 13:34 #

    hey henghdf,

    obwohl ich deinen blog sonst supergerne lese und mich immer wieder darüber freue, dass du auf dinge hinweist die mir auch sehr wichtig sind hab ich mit dem post hier ein paar probleme.
    ich kenne das konzept von kultureller aneignung und ich verstehe es so, dass vertreter_innen einzelner kulturen, die lange unterdrückt wurden/unterdrückt werden, sich dagegen aussprechen, dass die unterdrückenden sich aneignen was immer sie schick finden und es unkritisch und ohne erlaubniss kommerziell nutzen. kann ich verstehen, aber ich frage mich, wer für kulturen sprechen darf. wer ist inder? wer darf von sich sagen, dass er welchen background hat? hat man nur dann einen background, wenn man selber irgendwo aufgewachsen ist oder wenn die familie irgendwo aufgewachsen ist? oder reicht es vielleicht auch sich mit einer kultur zu identifizieren und sie freiwillig anzunehmen?

    und wenn das geklärt würde, sind es ja immernoch einzelene stimmen dieser kulturen die z-b das holi-festival kritisieren. andere menschen mit indischem hintergrund feiern vielleicht komplett unkritisch mit und freun sich über das festival. sind ihre stimmen dann weniger wert?

    ich persönliche finde das holi- und andere festivals nervig weil ich diesen möhrchen-kapitalismus nicht leiden kann. solange wir genug konfetti haben und uns alle richtig lieben, also die, die durch die tür kamen, ist die welt suuuuper.

    einen lieben gruß,
    frollein europa

    • henghdf 21. Juli 2013 um 16:20 #

      Ich würde sagen, es kommt drauf an, wofür diese Zeichen missbraucht werden, beim Bindi ist es dann eben ein damit verbundenes Schönheitsideal auf Blogs (weiß, schlank – auch in Verbindung mit Diet Culture-, ableisiert), bei Holi Festivals wird das Privileg, das es beim Hinduismus gibt, aufrechterhalten, der Rest allerdings vergessen.
      Klar gibt es auch Leute, die wissen, worum es geht und es schön fänden, auch in Deutschland die Möglichkeit zu haben, dieses Fest zu feiern. Aber es sollte im Westen nicht Holi heißen, wenn es aus dem Farbwurf nichts mit dem Original zu tun hat, angefangen bei der Jahreszeit.

      Und die Möhrchen-Kapitalismus-Geschichte, bei der stimm ich dir zu.

  5. nuhu 21. Juli 2013 um 14:23 #

    toller artikel, danke! das mit den holi festivals stößt mir auch bitter auf…

    an bindis habe ich noch gar nicht gedacht. ich habe selbst welche…
    freunde meiner familie kommen aus mauritius und haben meine schwestern und mich mit henna und bindis verzaubert und versorgt 🙂
    was diese bindi sache angeht muss ich da noch mal länger drüber nachdenken.
    es gibt sicherlich immer wieder „grauzonen“, aber gerade deshalbab halte ich es für wichtig trends, andere meinungen und sich selbst kritisch zu hinterfragen. und vor allem: die definitionmacht im zweifelsfall abgeben!

    • henghdf 21. Juli 2013 um 16:24 #

      Im Zweifelsfall die Definitionsmacht abgeben ist ein gutes Prinzip. Ich hab mir vor einem Monat ein richtig schönes Patch bei Etsy bestellt, drei Wochen später kam es bei mir an. Kurz bevor ich es aufgenäht habe, habe ich es noch mal genau angeschaut und dachte: „Mh, irgendwie assoziiere ich das Motiv (waren Federn, Knochen, Mondphasen, Schlangen) mit der Kultur amerikanischer Ureinwohner_innen… ich weiß nicht genau, was es bedeutet, ich bin mir nicht sicher, ob es Kulturaneignung ist oder nicht, mir selbst fiel es auf den ersten Blick ja auch nicht auf…“ Aber ich hab ihn dann nicht aufgenäht. Auch wenn ich ihn total schön finde, weiß ich nicht, ob ich in der Position bin, das zu tragen. Und lieber verzichte ich dann darauf als dass ich jemandem damit respektlos auftrete. Wenn ich nicht 100%ig dahinterstehen kann, weiß ich nicht, ob ich es tragen sollte… Meine Mitbewohnerin findet’s paranoid, aber was soll’s.

  6. Denise 22. Juli 2013 um 00:45 #

    Vielen Dank für diesen Artikel, der mein Unbehagen mit der ganzen Sache so schön auf den Punkt bringt (und für den Tipp mit This is not India – werd ich mir anschauen)!

    Als ich das erste Mal davon gehört habe, dass seit neustem Holi-Parties in Deutschland „in“ sind war ich hin und her gerissen – auf der einen Seite, weil ich persönlich weiß wieviel Spaß das ganze Spektakel macht 😉 und ich es wirklich gerne mal wieder erleben würde, auf der anderen Seite… njah… dieses Unbehagen beim Gedanken daran, mich mit Leuten auf einem Platz zu tummeln, die keine Ahnung von der eigentlichen Bedeutung des Fests haben, woher es überhaupt kommt und vor ALLEM: Denen das auch herzlich egal ist – Hauptsache saufen und sich wie die „Irren“ mit Farbpulver beschmeißen… dann vielleicht noch ein paar rassistische Witze über Indien (sobald mensch gehört hat, woher der Exportschlager kommt) und/oder das obligatorische Gegrapsche um dem ganzen die Kirsche aufzusetzen…

    Das war für mich der Grund lieber auf das ganze zu verzichten – jetzt kann ich mein Unbehagen auch besser einordnen.

    Ich kenne übrigens durchaus Inder bzw. Tamilen die jedenfalls vorhaben auf so eine Party zu gehen. Aber nur, weil sich ein paar meiner Freunde darüber freuen, dass ein wenig indische Kultur in Deutschland „zelebriert“ wird, macht es das ganze nicht zu einem weniger kommerzialisierten, besitzergreifenden Abklatsch und das wissen die selbst auch ganz genau – die haben übrigens kein Problem damit, dass ich das so eng sehe. Mein Kumpel findet das sogar sehr löblich und ich finde, dass er ruhig seinen Spaß damit haben kann „rosa Menschen mit rosa Farbe“ zu bewerfen. Man muss eben wissen was man tut.

    Genau aus dem Grund renne ich in Deutschland ja auch nicht mit Bindis rum, obwohl ich das in Indien gern getan habe und mir bewusst ist, dass es in Indien durchaus auch als Schmuck getragen wird. Das bedeutet nicht, dass es Ok wäre, weil „die Inder das auch machen“. In Indien besteht der größere Bedeutungshorizont weiterhin und löst sich nicht einfach in Luft auf. In Deutschland ist man diesbezüglich ja auch einer ganz anderen Wahrnehmung ausgesetzt und die ist durchgängig von Exotisierung und Kulturalisierung gekennzeichnet. Von wegen: „Och schau mal, die trägt so nen indischen Punkt! Muss so ’ne esoterisch angehauchte Yogatante sein“. oder was auch immer die Leute sich in so einem Fall denken

  7. efe 22. Juli 2013 um 14:47 #

    Schade, dass du anscheinend keine Individuen, sondern nur „Kulturen“ kennst. Und diese müssen der Logik des Begriffs folgend stets über Herkunft, also über Rassifizierungen, bestimmt werden. Das wird munter von dir reproduziert. Und wie du hier vollkommen unreflektiert „den Indern“ eine Autochonität, Authentizität zuschreibst, spottet jeder Beschreibung. Krass, echt.

    • henghdf 24. Juli 2013 um 21:32 #

      Nee du, es geht nicht um die Herkunft der Menschen, sondern um die Auseinandersetzung und die Aneignung und Verfremdung.

  8. wurst 24. Juli 2013 um 00:28 #

    Danke erstmal an efe, völlig richtig.

    Wie wird man denn zu einem „participant“ einer kultur?! Durch Blut oder Boden oder beides? Und sollten dann muslimische Eltern ihren Kindern in Deutschland nichts zu Weihnachten schenken, „kulturelle Aneignung“ und so?! Darf also jeder nur in „seiner“ Kultur leben?
    Zuguterletzt würden sich auch einige zwielichtige Menschen über die Ablehnung dieser „fremden Feste“ freuen und mit dir sicherlich gerne einen kulturell-genehme Sonnenwendenfeier begehen.

    • henghdf 24. Juli 2013 um 21:32 #

      Der Punkt ist nicht Blut, Boden oder sonstiger Quatsch, der Nationalitäten markieren soll, sondern um die Auseinandersetzung. Holi Festivals of Colour haben außer dem Farbwurf nichts mit Holifesten gemeinsam, geben sich aber den Namen und werben mit „Exotismus“ damit. Dabei geht’s nur ums Trinken, ums Feiern und um elektronische Musik (letzteres auch nicht vordergründig). Das ist respektlos gegenüber Menschen, die dieses Fest in ihrer ursprünglichen Bedeutung wertschätzen.
      Wären es Holi-Feste von der indischen Gemeinde oder zumindest im echten Kontext (Jahreszeit, Feierlichkeit etc.), dann ist es m.E. niemandem verboten, sich da anzuschließen. Verstehst du den Unterschied?

      Es sollte zwischen kultureller Adaption, Darstellung und Aneignung differenziert werden und der post-koloniale Kontext sollte dabei nicht außer Acht gelassen werden.

      Und wenn du von un-fremden Festen ausgehst, hab ich auf Sonnenwendenfeiern nichts verloren. Just saying.

      • wurst 8. August 2013 um 20:25 #

        Entschuldige bitte die späte Antwort, ich habe den Blogpost hier leider irgendwie vergessen über die Zeit.
        Oktoberfests of Bayern haben in Amerika, China oder sonstwo auch nicht viel mit der vielfältigen und tollen Kultur Bayerns zutun, trotzdem tragen die Menschen Lederhosen und Dirndl und trinken Weißbier. Ich würde mal behaupten in erwähnten Ländern ist das Oktoberfest z.B. auch als „exotisch“ konnotiert, da nicht alltäglich usw.
        Ist dies nun respektlos gegenüber der „bayerischen Gemeinde“ ? Und wer sind „Bayern?!
        Und wieso ist kulturelle Adaption immer schlecht?! Ich freue mich jedenfalls dass es eine kulturelle Adaption gegenüber der USA in Deutschland gab, ich freue mich über chice Jeans und McDonalds.

      • paul 6. September 2013 um 21:15 #

        Oh mist wollte gerade ne Steinigung mit elekronischer Musik begehen aber das ist dann wohl respektlos den Islamisten gegenüber

  9. Kommentarin 24. Juli 2013 um 18:10 #

    ich versteh gar nicht, wieso du in deinen artikeln immer die „weißen“ so betonst. du bist doch schließlich selber weiß.

    • henghdf 24. Juli 2013 um 21:22 #

      Bin ich eigentlich nicht, also Weißdeutsch. Aber selbst wenn, schon mal was von Critical Whiteness gehört?

  10. ord 29. Juli 2013 um 17:45 #

    „Das ist respektlos gegenüber Menschen, die dieses Fest in ihrer ursprünglichen Bedeutung wertschätzen.“
    Also sollte Karneval auch nur von Menschen gefeiert werden, die im Rheinland und in Mainz geboren wurden und die einen entsprechenden Stammbaum haben?

    Das, was du hier schreibst, erinnert mich doch sehr an die Nouvelle Droite und ihr Ethnopluralismus. Erschreckend, dass du dich vermutlich noch für eine_n Antirassist_in hälst.

    • henghdf 30. Juli 2013 um 22:38 #

      Wenn du Cultural Appropriation einfach nicht verstehen willst, dann glaube ich, dass du diejenige Person bist, die das Konzept von Anti-Rassismus nicht versteht, sorry.

      • 30. August 2013 um 22:45 #

        mhmm ich habe mich selbst auch viel mit Exotisierungspraxen beschäftigt…aber Cultural Appropriation finde ich etwas schwammig und suggeriert irgendwie doch, dass eine Kultur wie ein Ding zu behandeln sei und irgendwen gehöre, der dann das Bestimmungsrecht darüber hat. Es lässt mich grübeln, ob hier der Glaube an eine reine Authentizität und die Auffassung einer Natürlichkeit von Kultur, die sich hier mit Herkuftsverwurzlung gar „Rasse“ verquickt, eingeschlichen hat? Ähnlich wie bei Traditionen – kulturelle Dynamiken werden erst zu Traditionen gemacht, wenn man sie als solche benennt, sich also von den Ritualen etc. distanziert hat und sie gegebenenfalls formalisiert und festschreibt. Es gibt sicher viele Art und Weisen, wie das Holifest gefeiert wird, in verschiedenen Kontexten und (Bedeutungs-)Zusammenhängen. genau wie Weihnachten.
        Exotisierungen beinhalten immer in ihrer Symbolik Einfachheit und Primitivität das ist das Problematische daran, wie ich finde. Und das ist hier, mit anderen Problematiken wie im Video gezeigt, denke ich der Fall. ABER wie man schön in der folkloristischen Tourismusarbeit sieht: selbst die Leute selbst („rechtmäßge KulturbesitzerInnen“) können sich selbst exotisieren. Daran zu glauben, man würde in sich selbst und seiner wahren Kultur aufgehen, wenn mensch Folklore praktiziert (wie z.B. auf dem Oktoberfest) ist, wie ich finde, protofaschistisch. Und das können nicht nur Weiße sein! Nicht die Aneignung ist das Problem, sondern die Symbolik der Einfachheit und der Natürlichkeit. Nehmen wir M.I.A. als Beispiel: sie liebt die musikalische und popkulturelle sogenannte Bricolage. Ist es wirklich ihre Herkunft, die zum Beispiel indische Musik mit HipHop unexotisierend verbindet? Nein, es ist der Umgang mit der Musik, sie als dynamisch, gegenwärtig, als „am leben“ zu behandeln und eben nicht als tote Folklore.

      • Peter Schadt 8. September 2013 um 03:49 #

        Immer eine sehr unzufriedenstellende Antwort. Deswegen etwas länger henghdf:

        Cultural appropriation meint, das sich priviligierte Personengruppen oder a “dominant culture” (1) bei kulturellen Codes von Minderheiten und Unterdrücken bedient und diese Entkontextualisiert und für sich nutzt. Oft gefundene Beispiele sind Dreadlocks bei Weißen, aber in Facebook finden sich auch Einträge die das Indianerkostüm an Fasching als klaren Fall von “Rassismus” bezeichnen. Ist der Federschmuck tatsächlich Ausdruck weißer Herrschaft?

        Da kann man lesen “Besonders marginalisierte Bevölkerungen wie die indische oder ur-amerikanische werden ihrer heiligen, bedeutungsvollen Kulturbestandteile beraubt.” (2). Eine ur-kapitalistische Angelegenheit, eine Idee, einen Dresscode, eine Frisur oder eine Art zu tanzen zu geistigem Eigentum zu erklären, die jemand anders klaut wenn er sie mag. Wie der Schaden des Beraubten aussehen soll, wenn jemand anders ihn auf diese Art bestiehlt, wäre ersteinmal nachzuweisen.

        Auch sich gegenseitig mit Farbbeuteln beschmeißen ist so ein Fall von “Cultural appropriation”: “Lange Rede, kurzer Sinn: Der Import des Holi Festes in den Westen ist ein klarer Fall von Cultural Appropriation und ist somit ignorant und rassistisch” (2). Ähnliche Urteile findet man auch über die Wursthaarträger, die Hobbyindianer und manches mal, wie in einer Facebookdiskussion geschehen, auch bei weißen Frauen, die sich Tanzstyle von Schwarzen aneignen.

        Dabei gehen die Kulturexperten völlig willkürlich vor: Ist das Dreadlock heiliger Ausdruck der Rastafaries und soll nicht kopiert werden, scheint ein Weißer der eine Gitarre spielt kein Problem zu sein. Dabei ist auch der frühe Rock Ausdruck einer schwarzen Minderheit gewesen (3). Ist das Tragen eines Federschmuckes zu Fasching “Rassistisch” (4), wundert man sich dann doch über die überraschende Akzeptanz bei Tätowierungen – die vor 7000 Jahren zum ersten Mal im Norden Chiles erfunden wurden. Treibt man den absurden Gedanken der Kulturschützer auf die Spitze, dann sollte jedes Völkchen doch bitte auch nur seine Kultur ausleben – ein Gedanke, der so formuliert aus einer ganz anderen Ecke bekannt ist. So einfach lassen sich diese aber nicht abwatschen, und differenzieren:

        ” […] davon abgesehen ist der Hinduismus mit Privilegien besetzt und muss nicht verteidigt werden” (2). Wo also eine Minderheit eine Mehrheit “beraubt” gibt es kein Problem, was die Kulturfreunde vom Lederhosennationalisten auf jeden Fall mal unterscheidet. Was sie wiederum eint, ist das Denken in der Kategorie “Kulturkreis”, die keine Individuen kennt um deren Befreiung es einer Linken ja auch mal gehen könnte. Ob die 14 Jährige Punkerin also Dreads einfach mag und wem sie damit Schadet wenn sie ihren Haaren schadet wird nicht zur Frage erhoben, sondern ihr gleich die last eines “Kulturkreises” auferlegt, der 500 Jahre Kolonialismus zu veranworten hat. Der Gedanke führt in seiner Konsequenz eben wieder zu einer eigenen Identifizierung mit der Nation und der durch sie gewaltsam hergestellten Nationalkultur, sei es auch nur im negativen Sinne. Denn wer HipHop den schwarzen Überlassen will und Tattoos den Phillipinern überprüft an dieser Messlatte seiner Herrschaft ständig, was oportun ist und was nicht – anstatt sich zu nehmen was er oder sie mag.

        Am Ende rückt so die eigene und auch fremde Bedürfnisbefriedigung völlig in den Hintergrund, und man findet sich wieder in einem Nest aus moral-bideren Ansprüchen an sich und andere, was erlaubt ist und was nicht. Dabei schämt man sich nicht einmal mehr mehr davor, die ollen Kamelen von dem “Respekt vor anderen Kulturen” (2) auszupacken, als ob Indianerstämme und deren Riten nicht genauso dumm wären wie die Lederhosendeppen vom Weinfest. Statt also dem Menschen einzugestehen, einfach zu tragen und zu hören und sich zu kleiden wie er oder sie will (eben auch eine Lederhose) entwickelt so die Linke mal wieder ihren eigenen Katalog an in- und outs- in der Kleiderwelt.

        “Im Zweifelsfall die Definitionsmacht abgeben ist ein gutes Prinzip. Ich hab mir vor einem Monat ein richtig schönes Patch bei Etsy bestellt, drei Wochen später kam es bei mir an. Kurz bevor ich es aufgenäht habe, habe ich es noch mal genau angeschaut und dachte: “Mh, irgendwie assoziiere ich das Motiv (waren Federn, Knochen, Mondphasen, Schlangen) mit der Kultur amerikanischer Ureinwohner_innen… ich weiß nicht genau, was es bedeutet, ich bin mir nicht sicher, ob es Kulturaneignung ist oder nicht, mir selbst fiel es auf den ersten Blick ja auch nicht auf…” Aber ich hab ihn dann nicht aufgenäht. Auch wenn ich ihn total schön finde, weiß ich nicht, ob ich in der Position bin, das zu tragen. Und lieber verzichte ich dann darauf als dass ich jemandem damit respektlos auftrete.” (2)

        Im Zweifel also lieber nix mehr denken, sondern Definitionsmacht abgeben und andere bestimmen lassen was man trägt. Wenn nur endlich alle so moralisch wären wie henghdf, dann würden bald nur noch Schwarze HipHop hören, Indianer mit schlechten Wolf-und-Vollmond-T-Shirts rumrennen und nur noch Nachfahren des ägyptischen Pharaos Tutanchamun würden sich, wie er, die Ohrlöcher weiten lassen. Wäre das nicht eine bessere Welt?

        (1) http://en.wikipedia.org/wiki/Cultural_appropriation
        (2) https://henghdf.wordpress.com/2013/07/19/you-know-what-they-say-about-going-to-holi-festival-tomorrow-dont/
        (3) http://www.uni-koeln.de/phil-fak/muwi/fricke/391roesing.pdf
        (4) FB – Diskussion privat

    • Fabian 27. August 2013 um 10:21 #

      Karneval oder Oktoberfest mit einem religiösen Festival aus dem fernen Osten auf die gleiche Schwelle zu setzen, zeigt ganz klar, dass auch du es nicht kapiert hast.

  11. PseudoPrinzessin 8. August 2013 um 13:44 #

    ich weiß das kommt etwas spät aber vll bietet sich ein vergleich mit dem hipster trend ‚rosenkranz‘ an, dens ne zeit lang gab…das finden/fanden gläubige christ_innen auch respektlos. oder die kreuze. oder diese heiligenarmbänder.

  12. henghdf 13. August 2013 um 09:47 #

    @Wurst

    Was ist denn die tiefere, kulturelle Bedeutung von Oktoberfesten? Und in Deutschland ist es anders mit der Umsetzung von Oktoberfesten? Nicht kommerziell? Mit Sinn und Tradition verbunden?
    Kulturelle Adaption ist nicht schlecht und im Zuge der Globalisierung kaum zu vermeiden, es geht um die Aneignung. Ich werd die Tage noch mal einen Nachtrag zu dem Eintrag hier machen.

  13. elrhuhlg 15. August 2013 um 08:47 #

    Die Unterscheidung zwischen bedeutsamen und bedeutungslosen Festen, kommerziellem und nichtkommerziellem, letztlich richtigem und falschem Feiern scheint mir essenzialistisch und willkürlich, auch nach dem Lesen deiner Klarstellung. Es ist auch vollkommen bizarr und außerdem herablassend, eine Atommacht mit einer Milliarde Bürger als „marginalisierte“ Gruppe zu setzen. Man könnte genausogut, oder vielmehr zutreffender, sagen, dass es denen wurscht sein kann, wie in einem Kleinstaat auf einem alternden Kleinkontinent von irgendwelchen Leuten genau gefeiert wird, und wahrscheinlich ist es auch so.

  14. Azrael 27. August 2013 um 11:30 #

    Ich verstehe ja deine Ansicht ein, in einem anderen Land, heiliges Fest in Schutz zu nehmen und es vor der Kommerzialisierung hier zu Lande zu schützen. Da stimm ich dir voll und ganz zu.

    Ein verwandtes Beispiel ist ja die Loveparade. Wenn der Spirit einer Sache aus dem Kontext gerissen und kommerzielisiert wird kommt nur Mist bei raus.
    Wenn man aus dem Ramadan eine wilde Party machen würde und es so vom eigentlichen Ursprung verzerrt würde wären so einige Leute sauer.

    Ich persönlich finde es prima, wenn man ein Fest in andere Länder überträgt. Aber der Spirit der Sache sollte gewahrt und respektiert werden. Das hat aber ganz bestimmt nichts mit Rassismus zu tun.

    Trotzdem gut, wenn sich Menschen gedanken um so ein Thema machen. Weiter so!

  15. henghdf 8. September 2013 um 11:16 #

    @Peter Schadt:

    Ich weiß nicht, ob ich von willkürlicher Selektion sprechen würde. Werden Menschen aus Chile heute für das Tragen von Tattoos diskriminiert? (Bezüglich der Jobsuche wäre angebracht: mehr diskriminiert?)
    Werden PoC für das Gitarrespielen verurteilt?

    Wenn mehrere Kulturen sich vermischen, finde ich es schön, ich fühle mich in mehrkulturellen Orten viel wohler als in der kleinen, konservativen Vorstadt mit weißdeutscher Dominanz. Bei der Kulturaneignung wird eine Kultur aber nicht geschätzt, sondern nur die schönen, glitzerigen Sachen werden ausgesucht. Ich habe dazu einige Einträge gelesen, in denen z.B. eine Inderin schrieb, dass eins nicht nur ihre Bindis und Saris nehmen sollen, sondern auch alles andere, was damit zu tun hat. http://verbalizations.tumblr.com/post/59861258619/miseengarde-white-girls-who-want-my-cultures

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