Near yet so far

17 Sep

Mixtapes waren und sind ein wichtiges Kommunikationsmittel für mich. Als Hintergrundmusik, als Brief (oder Briefbeilage), als Geschenk, als Ausdrucksmittel für eins selbst: Sie vermitteln für mich Gefühle und Gedanken. Sie können empowernd sein und wie Medizin wirken, sie können aber auch einer Stimmung mehr Ausdruck verleihen.

Und weil eins mit Situationen und Gefühlen nie so ganz allein ist, habe ich beschlossen, nach und nach Mixtapes, die ich mal erstellt habe, zu digitalisieren. Neben dem Cover und der Musik gibt’s ein paar Worte zur Entstehung, dem Hintergedanken und einem nachträglichen Eindruck. Den Anfang macht das Mixtape Near yet so far.

 

Angefangen beim Cover, fällt mir auf, dass ich daran scheiterte, den Namen richtig raufzukleben. Das passiert, wenn eins die Buchstaben ausschneidet und dabei abgelenkt ist. Die Qualität ist leider nicht so gut, weil ich es mit dem Handy abfotografiert habe und ausgeschnitten habe, aber es ist das erste Mixtape-Cover, welches ich nicht per Hand gezeichnet habe, sondern als Collage zusammenklebte. (Es gibt einfach Momente, in denen eins realisiert, dass die Zeichenskills nicht vorhanden sind und es ästhetischer sein könnte, eine andere Form des visuellen Ausdrucks zu wählen.)

Ich stelle fest, dass die Tracklist überwiegend männliche Vocalists und Bands, die ich gar nicht mehr mag (Mumford & Sons) beinhaltet. Die Playlist entstand im Oktober 2012, meine Güte, das liegt fast ein Jahr zurück.
Stell dir eine Person vor, die dir sehr wichtig ist, zu der die Bindung sehr intensiv ist. Und plötzlich merkst du, dass die Fäden sich lockern, du packst dein Nähset und versuchst alles zusammenzuhalten, aber es funktioniert einfach nicht, die Fronten driften auseinander, jeder Nadelstich könnte das Ding zum Reißen bringen. Gespräche enden in Tränenflüssen, Treffen in Abschiede. Vernünftig wäre es, loszulassen, aber du willst nicht schon wieder aufgeben. Also, was machst du? Ein Mixtape. Und die andere Person freut sich. Näher bringt es euch trotzdem nicht.

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4 Antworten to “Near yet so far”

  1. fps 20. September 2013 um 22:03 #

    ’near yet so far‘ war nicht so mein geschmack (deiner ja mittlerweile scheinbar auch nicht mehr 😉 – aber die grrrl power series ist top! *daumenhoch*. hoere mich grad durch alle durch. Danke dafuer! und: um fortsetzung wird gebeten.

    • henghdf 20. September 2013 um 22:23 #

      Danke fürs Feedback. 🙂 Genau, ich hab mir das „Tape“ auch lange nicht mehr angehört, aus verschiedenen Gründen zwar, aber wollte es trotzdem gern hochladen, eben weil es das erste Mixtape mit Collagen-Cover war.
      Freut mich auch, dass du die Grrrl Power Series magst. 🙂 Sowohl diese als auch das Hochladen alter Tapes werden fortgesetzt – aber nicht alle auf einmal, 1 muss ja Zeit haben können, sich den einzelnen zu widmen. 🙂
      Schönen Abend dir noch!

      • fps 20. September 2013 um 22:43 #

        jau, total. bin jetzt grad am ende von vol. 2 angelagt – das versuesst den spaeten abend in der uni deutlich 😉
        ebenfalls nen schoenen abend. klingt ja so als waer ers.

  2. henghdf 20. September 2013 um 22:45 #

    Ich würd deinen Kommentar gern liken. Hoffe, die Uni war nicht zu übermüdend bzw. dass die Mixtapes es ausgleichen.
    Danke, ja, den hab ich. 🙂

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