best of 2013

19 Dez

Kaum nähern wir uns dem Jahresende, schon regnet es Rückblicke, Best Ofs und Zusammenfassungen. Ich muss gestehen, dass ich ein großer Fan dieser Dinge bin. Deshalb gibt es hier das (vorerst) letzte Mixtape für 2013 mit meinen persönlichen, dieses Jahr erschienen Lieblingsliedern.

Den Anfang macht DJ Koze mit seiner Kollaboration mit Caribou, einem Track, der eines meiner Lieblingsalben 2013 eröffnet. „We need to eat and we need to sleep and we need music“ fasst meinen persönlichen Hedonismus schon gut zusammen. (Feminismus, Katzen und wunderbare Menschen wären noch das Extra.)

Wie Nadia auf Shehadistan schreibt, haben Daft Punk mit „Get Lucky“ sich zwischen unseren Ohren eingenistet und werden so schnell nicht abhauen. Mir gefällt besonders die Pretty Pink Edit von Daughters Version.

Wer casually Foucault-Referenzen ins Album einbaut und dann auch noch mit krassen Musikvideos aufdreht, hat die große Medienaufmerksamkeit definitiv verdient. Nachdem ich auf dem Way Out West Festival auch noch ihre Live-Show erleben durfte, muss ich sagen: Applaus für The Knife.

Ex Guru aus Frankreich habe ich durch Zufall auf Tumblr entdeckt. Ihr Cover von Grimes „Genesis“ hat mich überzeugt. (Außerdem kann ich sneaky Grimes in diese Liste schummeln.)

Das beste an der siebten Skins-Staffel ist eindeutig der Soundtrack. Insbesondere Ellie Goulding.

Weiteres Lieblingsalbum veröffentlichten Austra. Ein Lieblingslied daraus zu bestimmen fällt mir sehr schwer, aber „What we done“ ist so atmosphärisch, beinhaltet eine Selbstreferenz (und was für eine: „She saw the future and it was dark“) und eröffnete deren Auftritt auf dem WOW.

Hier ist der erste Audiolith-Track, das queere Duo Tubbe machen den Anfang. (Und von wegen aus Süddeutschland käme nur schlechte Musik.)

Gefühlt das ganze Jahr habe ich aufs neue M.I.A.-Album gewartet. Der Veröffentlichungstermin rückte immer weiter nach hinten. Währenddessen enttäuschte sie mich mit ihrer Sympathie für Julian Assange. Aber die Antwort auf YOLO ist zu gut, um sie wegzulassen.

Neuentdeckt und gleich geliebt habe ich Mykki Blanco. Sie ist zu fierce für diese Welt.

Und dann Kanye West. Mir fällt es immer schwerer, etwas zu ihm zu erzählen, insbesondere nachdem er sich in Interviews rassistisch und anti-semitisch geäußert hat. Yeezus ist eine gute, gewagte Platte. Die Welt ist dennoch nicht seine.

Grund dafür ist einfach: Beyoncé. Ohne jegliche Promo oder Ankündigung veröffentlichte sie letzten Freitag (an Taylor Swifts Geburtstag) mal eben ein Album. „***Flawless“ sag ich da nur.

Girl Power bringen auch die beiden Stockholmerinnen von Icona Pop an Start. Sei es in Schweden, in Deutschland oder im New York der HBO-Serie GIRLS: Das Feiern hat wieder einen Anthem. Es gibt viele Gründe, diese Band zu mögen. Der hohe Stellenwert von Freund_innenschaften in ihrer Musik ist einer.

Auf dem Flohmarkt ein Musikvideo gedreht und Erlend Øye von den Kings of Convenience reintanzen lassen: D E N A gets shit done.

Nachdem die Sängerin sich im Guardian gegen Misogynie in der Musikbranche aussprach, schenkte ich CHVRCHES mein Herz.

DJ Koze schafft es gleich doppelt auf dieses Tape, sein Remix von Hildegard Knefs „Ich schreib dir ein Buch“ toppt für mich die Hans Nieswandt Version.

Auf dem neuen Audiolith-Sampler heben Neonschwarz den Mittelfinger für Heterosexismus: Egal in welchem Land, welcher Religion und welcher Kultur, Begehren bleibt Privatsache.

Mit deutschem Zeckenrap geht es auch weiter. Sookee feat. Spezial K nahmen einen Track gegen rechte Gewalt auf. Ein Thema, das nie an Relevanz zu verlieren scheint.

Enttäuschend war hingegen das Album von Foals. Neben zwei, drei richtig guten Songs wie „Inhaler“ verspricht die epische Aufmachung viel zu viel, was nicht eingehalten werden kann.

Ich hab es noch nicht geschafft, mir das komplette Arctic Monkey Album anzuhören, aber „Do I wanna know?“ leitete mich das eine oder andere Mal auf die Tanzfläche. Kann ich nichts gegen machen.

Eine Freundin zeigte mir außerdem London Grammar, die eine wunderbare Version von Kavinskys „Nightcall“ aufgenommen haben.

Kaum erwarten kann ich die neue Platte von Warpaint. Die vorausgeschickte Single „Love is to die“ stimuliert mein Fangirlherz ungemein.

Ähnlich wie, wenn auch etwas besser als, bei Foals sieht es mit James Blake aus. Dicke Ankündigung für ein Album, was von der bisherigen Diskographie ausgehend ein bisschen zu wünschen übrig ließ. Aber auch hier: Einige tolle Lieder dabei.

Locker-flockig klingt das zweite und nach sich selbst benannte Junip-Album. Dieses Jahr durfte ich die Band hinter José Gonzalez sogar zwei mal live sehen.

Bei Macklemore spalten sich die Gemüter. Ich gehöre zur #bye-Sorte, selbst wenn ich zugeben muss, dass ich nicht gerade selten zu „Thrift Shop“ getanzt habe. Gegen seinen „Same love“-Fail muss ich gar nicht groß argumentieren, das wird nebenbei in diesem tollen Artikel erledigt. Und dann kam Angel Haze und zeigte ihm, wie eins es richtig macht. So viel Vorfreude auf ihr Album.

Gut gemacht haben es auf jeden Fall Vampire Weekend. Alle drei Platten bekommen zwei Daumen von mir. Insbesondere das Lied „Step“.

Große Debatten löste auch Miley Cyrus aus. Sie ist nicht unbedingt mein Homegirl, aber ihr Lana Del Rey Cover ist unglaublich gut.

Zu guter letzt möchte ich euch einen der treffendsten Albumtitel verraten: Tomorrow is nearly yesterday and everyday is stupid. Danke hierfür, Crywank. Ihr versteht meinen Schmerz.

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