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Die Krombergerin

12 Sep

Die fünfte Ausgabe des Fanzines Der Kromberger wurden von Frauen* gestaltet. Unter dem Titel Die Krombergerin gibt es einen Erfahrungsbericht über ein Wiedersehen einer Hiphop-Anhängerin mit der Szene, eine Anleitung für ein Blousson, Bilder aus dem Film „Nature Morte“ von Sophie Magdalena Koegl und Robert Dzabel sowie ein Essay über Emanzipation von mir. Visuell hab ich mit einer Collage und zwei Fotografien beigetragen.

Schaut es euch an, es ist schön gelungen und mit Herz entstanden. Online gibt’s das Zine hier, es gibt außerdem 66-Printexemplare. (Die auf Anfrage, ich kann mich bei Interesse erkundigen, wo und wie.)

Queen of Selfies

6 Jul

Vor 106 Jahren wurde meine Lieblingsmalerin Frida Kahlo geboren. Wer sie nicht kennt, kann sich kurz das Portrait bei der Mädchenmannschaft durchlesen.

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Was ich an ihr so liebe, ist dass sie eine verdammte intelligente, subversive Frau war. Sie war selbstbestimmt, aufsässig und ließ sich von keinem Mann klein reden. In ihren Briefen erfahren wir viel über ihre Depressionen, ihre Wahrnehmungen und ihr Leben. Eines meiner Lieblingszitate ist dieses:

“I used to think I was the strangest person in the world but then I thought there are so many people in the world, there must be someone just like me who feels bizarre and flawed in the same ways I do. I would imagine her, and imagine that she must be out there thinking of me too. Well, I hope that if you are out there and read this and know that, yes, it’s true I’m here, and I’m just as strange as you.”

– Frida Kahlo

Wer den Film „Frida“ noch nicht gesehen hat, sollte dies dringend nachholen, er ist super gemacht.

Curta – Ein Kurzfilm

23 Dez

Durch eine Freundin bin ich auf diesen brasilianischen Kurzfilm hier gestoßen:

Ihr könnt ihn mit englischen Untertiteln anschauen, das habe ich auch gemacht. Diese 18 Minuten sind so viel süßer als das, was euch im Feiertagsfernsehen erwarten wird.

In that moment, I swear we were infinite

5 Nov

Meistens gehe ich in Buchverfilmungen und komme enttäuscht aus dem Kino, heute war es nicht so. Wir haben die Originalfassung von The Perks of Being a Wallflower, meinem Lieblingsbuch, angeschaut. Vor dem Film hatte ich keine großen Erwartungen, ich wollte mir nicht das Buch vermiesen lassen. Der Film war tatsächlich so grandios umgesetzt, die Figuren waren perfekt dargestellt und ich habe wieder gemerkt, wie sehr mich diese Geschichte berührt. Ich fühle mich gerade so gut wie lange nicht mehr, danke Stephen Chbosky.

The O.C.-stalgia

6 Jun

Wer die Serie O.C. California (2003-2007) nicht geschaut hat, hat eine Menge verpasst. Vor allem im popkulturellen Bereich fand dort das wichtigste statt – für Filmklassiker, Videospiele, Bücher (ohne O.C. hätte ich nie Chuck Klostermann entdeckt!) und besonders Musik war einer der Protagonisten, Seth Cohen nämlich, unser Mentor.

In diesem Artikel, auf den mich meine Schwester vorhin aufmerksam machte, steht, warum Seth der Holden Caulfield unserer Zeit ist.
(Und jetzt mache ich mich wieder ans Lernen. Linguistik, hurra.)

Let No Love Fall Victim To Circumstance

28 Dez

Es kommt nicht häufig vor, dass ich mir iranische Filme anschaue. Erstens, weil ich meistens nicht so den Zugang zu ihnen habe und zweitens, weil sie mich oft nicht interessieren. (Mit den Soundtracks beispielsweise kann ich mich überhaupt nicht identifizieren.) Dieser Trailer zu Circumstance hier hat mich allerdings so überzeugt, dass ich mir den Film anschauen musste. Macht euch mal selbst ein Bild.

Der Film dreht sich also um Shireen und Atefeh, zwei junge Teheranerinnen, die sich der gesellschaftlichen Norm in vieler Hinsicht beugen. Ihr Lebensstil ist geprägt von Partys und Drogen, sie sind in einander verliebt, schon bei der strengen Kleiderordnung rebellieren sie. Obwohl Atefehs Familie liberal ist, ist ihr eigener Bruder Mehran der Antagonist der Geschichte. Um seiner Drogensucht einen Schlusspunkt zu setzen, sucht er in der Moschee Zuflucht und entwickelt einen religiösen Fanatismus, der ihn zum Monster werden lässt. Heimlich hat er Überwachungskameras im ganzen Haus verteilt, will Kontrolle gewinnen.
Als Atefeh und Shireen nach einer ihrer Straftaten gefasst werden, tritt ein Wendepunkt an: Shireens Familie fordert, dass sie endlich heiratet und Ordnung über ihr Leben walten lässt. Ihr zukünftiger Mann ist kein anderer als Mehran – ihrer besten Freundin verschweigt sie dies allerdings.

Die Rolle der Frau im modernen Iran kristallisieren sich eindeutig aus diesem Film: zwar gibt es immer noch stark konservative Ansichten, doch gibt es auch emanzipierte Ehefrauen wie Atefehs Mutter. Auch der starke religiöse Einfluss auf die Staatsapparate werden verdeutlicht, Ungerechtigkeit zeichnet sich durch jeden Lebensaspekt der Protagonistinnen.
Authentisch wird die iranische Jugendkultur präsentiert, ebenso die Barrieren, die ihr gestellt sind.

Meiner Meinung handelt es sich hier um einen der gelungensten Filme dieses Jahres und ist definitiv sehenswert.

 

In the suburbs I, I learned to drive

7 Nov

Die meisten von euch kennen den Kurzfilm „Scenes From The Suburbs“ von Arcade Fire vielleicht schon, aber weil er so schön ist, dürfen noch mal alle in den Genuss kommen. Schönen Montag allen.