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My Body, My House #1

10 Nov

Cover

 

Hurra, hurra, mein erstes großes Zine-Projekt gibt es jetzt auch online: Unter dem Titel My Body, My House sammelte und arbeitete selbst an Beiträgen wie Collagen, Texten, Comics und Gedichten rund um das Thema Körper. Auf dem Mini-Queer-Zine-Fest im September gab es die ersten Print-Ausgaben zu kaufen, die sind momentan allerdings vergriffen und müssen nachgedruckt werden. Dafür gibt es die Online-Ausgabe hier zu lesen und zwar kostenlos. Viel Spaß damit!

Fitt 4 Fun

15 Okt

Zusammen mit einer schwedischen Freundin haben ich gestern diese rosa Collage über lesbisches* Begehren gebastelt.

(„Fitta“ bedeutet auf Deutsch übersetzt „Fotze“ und wird in feministischen Zusammenhängen als reclaimter Begriff genutzt.)

Rituale

21 Mrz

Forced to examine ourselves in ways many normally avoid, Rituals as a project sought to capture the moment in which we our lives become devoid of distraction and we become intimately aware of ourselves. By photographing people’s personal beauty rituals I attempted to capture this awareness, this intimacy that occurs only when one is forced to examine their own body, the most basic thing that is theirs, and build upon it.

Noorann Matties

Noorann Matties, Rituals

Das äußere Erscheinungsbild kann als  Ausdrucksmittel genutzt werden. Die Gesamtperformance aus Frisur, Kleidung, (Körper-)Schmuck und ggf. Schminke ist der Drag einer jeden Person, selbst wenn der Drag-Begriff oft mit Drag Queens & Kings in Verbindung gebracht wird.

Wie der nackte Körper zum Ergebnis kommt, wird jedoch häufig außer Acht gelassen. Besonders das Schminken in der Öffentlichkeit wird (von Typen, die bekanntlich zu allem ihre Meinung äußern müssen) als „peinlich“ oder „oberflächlich“ angesehen – umso cooler, wenn das Nachbessern oder komplette Bemalen* schamlos außerhalb des Badezimmers stattfindet. Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich mich nicht fierce fühle, wenn ich draußen meinen Lippenstift auftrage. Dieser Konventionsbruch, und sei er noch so klein, empowert mich.

Noorann Matties, Rituals

Noorann Matties fotografierte einige Menschen während ihrer Schönheitsrituale und hielt die situative Intimität fest. Entstanden sind dabei wunderschöne Fotos – wobei ich an dieser Stelle ihre gesamte Arbeit mit einem rosa Herzen markieren möchte. Die Reihe könnt ihr euch hier in ihrer Gesamtheit anschauen.

*Ich betone hier die positive Konnotation. Malen wie ein Kunstwerk gemalt wird. Es ist nämlich völlig legitim, Make-Up zu tragen und es zu lieben.

 

Selfie-Empowerment

27 Nov

[CW: Kommentare mit lookistischen, fat-shamenden, sexistischen Inhalten werden zitiert.]

Wort des Jahres ist laut dem Oxford Dictionary „selfie“. Wurde auch mal Zeit! Die Königin der Selfies bereicherte die Welt mit ihren Selbstbildnissen bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aber auch nach Frida Kahlos Lebzeiten bleibt es populär, sich die Sichtbarkeit auf dieser Welt zu schaffen.

Darum geht es bei Selfies nämlich: Sichtbarkeit. Für allem für alle jene, die nicht auf Zeitschriftencovern, in Modereklamen und als Hauptrollen für Mainstreamschnulzen zu sehen sind. Anders als auf Jezebel behauptet wird sind Selfies kein Hilfeschrei, sondern in der Tat empowernd. Ich wurde wirklich wütend, als ich las, wie eine weiße, schlanke, ableisierte Journalistin mir meine Erfahrungen absprechen und bestimmen will, was als empowernd zu empfinden ist und was nicht. Weiterlesen

„things i told the internet, but never told my mum“

22 Nov

Mir fällt es leichter, im Internet über Kopfprobleme zu sprechen als mit Angehörigen. Erst Recht, wenn es die eigene Mutter ist.

Die Fotografin Anna Ladd hat die wunderbare Fotoserie „things i told the internet, but never told my mum“ geschaffen. Sätze über ihr Befinden hat sie zu Girlanden verwandelt und sie an urbanen Stellen aufgehangen. Diese Form der Öffentlichkeit impliziert nicht nur die Transformation von digitalen Lettern auf Papier, sondern auch die Sichtbarmachung von Ängsten an alltäglichen Schauplätzen.

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Die Krombergerin

12 Sep

Die fünfte Ausgabe des Fanzines Der Kromberger wurden von Frauen* gestaltet. Unter dem Titel Die Krombergerin gibt es einen Erfahrungsbericht über ein Wiedersehen einer Hiphop-Anhängerin mit der Szene, eine Anleitung für ein Blousson, Bilder aus dem Film „Nature Morte“ von Sophie Magdalena Koegl und Robert Dzabel sowie ein Essay über Emanzipation von mir. Visuell hab ich mit einer Collage und zwei Fotografien beigetragen.

Schaut es euch an, es ist schön gelungen und mit Herz entstanden. Online gibt’s das Zine hier, es gibt außerdem 66-Printexemplare. (Die auf Anfrage, ich kann mich bei Interesse erkundigen, wo und wie.)

Neu eingetroffen: Die Preziöse #2

29 Aug

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Way Out West – more like Way Out Best

14 Aug

Mit Glückseligkeit und fettem Grinsen verließ ich Samstagnacht das Gelände des Way Out West Festivals in Göteborg. Nach der atemberaubenden Show von Alicia Keys konnte ich noch die letzten Minuten von Disclosure erwischen – um nur zwei Acts aus dem wahnsinnigen Line-Up zu nennen.

Für DieTrendblogger.de habe ich ein Listicle über die Medienaffinität des Festivals geschrieben. Hier gibt’s noch ein paar der wenigen, einigermaßen gelungenen (okay-en) Fotos vom Festival.

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Meine erste Band waren die Crystal Fighters, die extrem super waren und trotz Regen eine Nachmittagsparty im Freien ermöglichten.

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Unglaublich schön, verträumt, magisch: Beach House. Victoria Legrand hatte auch einige inspirierende Worte über die Signifikanz der angeborenen Imaginationskraft für uns.

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Und endlich konnte ich Grimes mal live sehen und mich noch mehr in dieses bezaubernde Wesen mit den empowerndsten Vibes überhaupt verlieben.

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Austra aka The Band With The Sassiest Keyboarder Alive hatten eine besonders intime Show, weil es keine Absperrung zwischen Bühne und Publikum gab. Ich traf später noch Katie Stelmanis und schenkte ihr den Rest meines Glitzerpulvers. „Können wir sehr gut gebrauchen“, meinte sie. Aw. ❤

Außerdem fiel mir auf, was für ein hohes Maß an Körperlichkeit James Blakes Musik hat. Der schwere Bass, der den Körper zum Vibrieren bringt und für die sensiblen Texte empfänglich macht, ist die beste Voraussetzung für seine emotionale Stimme, die ebenfalls bis zum Kern berührt.

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Die fleischfreie Küche, die Umweltfreundlichkeit und das ästhetische Drumherum machten das Festival nahezu perfekt.

Queen of Selfies

6 Jul

Vor 106 Jahren wurde meine Lieblingsmalerin Frida Kahlo geboren. Wer sie nicht kennt, kann sich kurz das Portrait bei der Mädchenmannschaft durchlesen.

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Was ich an ihr so liebe, ist dass sie eine verdammte intelligente, subversive Frau war. Sie war selbstbestimmt, aufsässig und ließ sich von keinem Mann klein reden. In ihren Briefen erfahren wir viel über ihre Depressionen, ihre Wahrnehmungen und ihr Leben. Eines meiner Lieblingszitate ist dieses:

“I used to think I was the strangest person in the world but then I thought there are so many people in the world, there must be someone just like me who feels bizarre and flawed in the same ways I do. I would imagine her, and imagine that she must be out there thinking of me too. Well, I hope that if you are out there and read this and know that, yes, it’s true I’m here, and I’m just as strange as you.”

– Frida Kahlo

Wer den Film „Frida“ noch nicht gesehen hat, sollte dies dringend nachholen, er ist super gemacht.

Every part of me’s bleeding – Tracey Emin Appreciation Post

3 Jul

Eine meiner liebsten zeitgenössischen Künstlerinnen feiert heute ihren 50. Geburtstag: Happy birthday, Tracey Emin!

Weil ich sie so super finde, werde ich hier ein paar ihrer Werke zeigen. Ihre Lichtinstallationen mit den Sprüchen mag ich extrem gern. (Bildquellen sind übrigens von einer Gallerie, d.h. falls jemand von euch Sugar Mama oder Sugar Daddy ist, könnt ihr direkt draufklicken und es euch kaufen.)

Dann sind da ihre größeren Installationen, zum Beispiel Everyone I’ve ever slept with. Insgesamt sind über 100 Namen aufgelistet, was für einige Menschen skandalös war. Die haben natürlich gedacht, dass sie mit allen Sex hatte. Damit ging es in erster Linie darum, neben wem sie geschlafen hat.

Außerdem hat sie ihr Bett inklusive sämtlicher Gegenstände, die normalerweise darin und darum wuseln, aufgebaut. Neben Zeitschriften waren auch Blutspuren, Kondome und Zigarettenschachteln zu finden, was dem ganzen etwas extrem Persönliches gibt.

Aber auch ihre Zeichnungen beeindrucken mich.

Ich hätte gern mehr als nur eine Postkarte von ihr an meiner Tür hängen. Kunst kann mit ihren Kleinigkeiten so viel im Inneren eines Menschen anrichten. Hach.