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Way Out West – more like Way Out Best

14 Aug

Mit Glückseligkeit und fettem Grinsen verließ ich Samstagnacht das Gelände des Way Out West Festivals in Göteborg. Nach der atemberaubenden Show von Alicia Keys konnte ich noch die letzten Minuten von Disclosure erwischen – um nur zwei Acts aus dem wahnsinnigen Line-Up zu nennen.

Für DieTrendblogger.de habe ich ein Listicle über die Medienaffinität des Festivals geschrieben. Hier gibt’s noch ein paar der wenigen, einigermaßen gelungenen (okay-en) Fotos vom Festival.

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Meine erste Band waren die Crystal Fighters, die extrem super waren und trotz Regen eine Nachmittagsparty im Freien ermöglichten.

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Unglaublich schön, verträumt, magisch: Beach House. Victoria Legrand hatte auch einige inspirierende Worte über die Signifikanz der angeborenen Imaginationskraft für uns.

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Und endlich konnte ich Grimes mal live sehen und mich noch mehr in dieses bezaubernde Wesen mit den empowerndsten Vibes überhaupt verlieben.

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Austra aka The Band With The Sassiest Keyboarder Alive hatten eine besonders intime Show, weil es keine Absperrung zwischen Bühne und Publikum gab. Ich traf später noch Katie Stelmanis und schenkte ihr den Rest meines Glitzerpulvers. „Können wir sehr gut gebrauchen“, meinte sie. Aw. ❤

Außerdem fiel mir auf, was für ein hohes Maß an Körperlichkeit James Blakes Musik hat. Der schwere Bass, der den Körper zum Vibrieren bringt und für die sensiblen Texte empfänglich macht, ist die beste Voraussetzung für seine emotionale Stimme, die ebenfalls bis zum Kern berührt.

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Die fleischfreie Küche, die Umweltfreundlichkeit und das ästhetische Drumherum machten das Festival nahezu perfekt.

Queen of Selfies

6 Jul

Vor 106 Jahren wurde meine Lieblingsmalerin Frida Kahlo geboren. Wer sie nicht kennt, kann sich kurz das Portrait bei der Mädchenmannschaft durchlesen.

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Was ich an ihr so liebe, ist dass sie eine verdammte intelligente, subversive Frau war. Sie war selbstbestimmt, aufsässig und ließ sich von keinem Mann klein reden. In ihren Briefen erfahren wir viel über ihre Depressionen, ihre Wahrnehmungen und ihr Leben. Eines meiner Lieblingszitate ist dieses:

“I used to think I was the strangest person in the world but then I thought there are so many people in the world, there must be someone just like me who feels bizarre and flawed in the same ways I do. I would imagine her, and imagine that she must be out there thinking of me too. Well, I hope that if you are out there and read this and know that, yes, it’s true I’m here, and I’m just as strange as you.”

– Frida Kahlo

Wer den Film „Frida“ noch nicht gesehen hat, sollte dies dringend nachholen, er ist super gemacht.

Every part of me’s bleeding – Tracey Emin Appreciation Post

3 Jul

Eine meiner liebsten zeitgenössischen Künstlerinnen feiert heute ihren 50. Geburtstag: Happy birthday, Tracey Emin!

Weil ich sie so super finde, werde ich hier ein paar ihrer Werke zeigen. Ihre Lichtinstallationen mit den Sprüchen mag ich extrem gern. (Bildquellen sind übrigens von einer Gallerie, d.h. falls jemand von euch Sugar Mama oder Sugar Daddy ist, könnt ihr direkt draufklicken und es euch kaufen.)

Dann sind da ihre größeren Installationen, zum Beispiel Everyone I’ve ever slept with. Insgesamt sind über 100 Namen aufgelistet, was für einige Menschen skandalös war. Die haben natürlich gedacht, dass sie mit allen Sex hatte. Damit ging es in erster Linie darum, neben wem sie geschlafen hat.

Außerdem hat sie ihr Bett inklusive sämtlicher Gegenstände, die normalerweise darin und darum wuseln, aufgebaut. Neben Zeitschriften waren auch Blutspuren, Kondome und Zigarettenschachteln zu finden, was dem ganzen etwas extrem Persönliches gibt.

Aber auch ihre Zeichnungen beeindrucken mich.

Ich hätte gern mehr als nur eine Postkarte von ihr an meiner Tür hängen. Kunst kann mit ihren Kleinigkeiten so viel im Inneren eines Menschen anrichten. Hach.

There Will Be Blood

21 Jun

[TW: Menstruation, Blut]

Arvida Byströms Fotoreihe „There Will Be Blood“, die aktiv menstruierende Personen in alltäglichen Situationen zeigt, gehört zu meinen Lieblingen. Die meisten von euch kennen sie wahrscheinlich schon, aber ich möchte trotzdem auf sie hinweisen. Mir gefällt daran besonders, dass das Blut weder mystifiziert, noch als ekelhaft kommentiert oder versteckt wird. Es nervt einfach, dass die Menstruation in der Öffentlichkeit als Tabuthema wirkt, denn Bluten ist natürlich, warum also ein Geheimnis draus machen und nur diskret nach Tampons  fragen?

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Licht, Schatten, Träume, Winter

7 Jun

Neue Collagen am Start und so.

"For Now I Am Winter"

Dreamer

Licht & Schatten

Disposable Berlin

9 Mai

kauf dich glücklich

Die in Berlin verschossenen Filme sind jetzt beide entwickelt worden, hurra. Auf meinem Flickr könnt ihr euch sie natürlich anschauen. Auch anschauen solltet ihr euch das Portfolio von Claudia Kent, deren Ausstellung ich damals in der Neuköllner Kneiper The Club gesehen habe. Gleich dort nahm ich auch The Catalogue von Goodyn Green mit – sind beides ganz tolle Fotografinnen.

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P.S.: Mein kostenloser Speicherplatz bei Flickr ist so gut wie alle. Falls jemand Pro-Accounts zu verschenken hat… hier, interessiert!

A LOVERS DISCOURSE

7 Mai

Eigentlich ging ich davon aus, auf diesem Blog schon längst über Martin Petersen geschrieben zu haben. Zumindest habe ich gefühlte zig Mal unterwegs gedacht „Oh, Martin Petersen, der muss unbedingt auf meinen Blog!“, scheinbar vergaß ich, es umzusetzen. Da sehe ich, wie relevante Gedanken in meinem Kopf schnell mal untergehen. Jedenfalls:
Ich stieß vor ungefähr einem Jahr bei Tumblr auf seine Fotografien, die mich sofort überzeugten. Erinnernd an Nan Goldins Dokumentarfotografie gewährt er auf eine so ehrliche Art einen Blick auf sein Leben – speziell in den Aspekten Liebe und Freundschaft -, dass es sich nicht nur so anfühlt, ihn zu „kennen“, sondern ist auch der Identifikationswert sehr hoch. Ungeschönt, intim und entfernt von Heteronormativität, so ist der Zugang zu seiner Arbeit. Seit März gibt es hier sein Heft „A LOVERS DISCOURSE/A LOVERS DISCO“ zu kaufen (empfehle ich sehr, gibt auch ein hübsches Print dazu), außerdem ist er Art Director des SOVA MAGAZINES.

In meiner Hausarbeit „Das ungeschönte Selbst – Homemade-Ästhetik als Label für Authentizität“ bezog ich mich auf seine Arbeit und in Berlin hatte ich die Freude, ihn auf einen Photoautomat-Streifen, ein Späti-Bier und ein Konzertchen zu treffen. Wer sich einen Eindruck von seinen Fotografien und seiner Person verschaffen möchte, liest unbedingt dieses tolle Interview, das auf Selbstdarstellungssucht veröffentlicht wurde. Ich glaube, das Interview ist so gut, dass es für sich stehen kann.