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Feeling Myself: Ein Maysturbation-Mixtape

18 Mai

Y’ALL, IT HAPPENED: Nicki Minaj und Beyoncé droppten das Video zu ihrem Selbstliebe-Hit „Feeling Myself“. Eigentlich gibt es das Video nur auf der kostenpflichtigen Plattform Tidal zu sehen, hier geht es aber zu einem Leak. (So lang er noch funktioniert.) Der Clip ist nicht nur unglaublich übermäßig bombastisch heftig krass super, sondern toppt er nur noch die Intensität des ohnehin grandiosen Titels. Weiterlesen

Mixtape: Best of 2014

13 Dez

 

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Finally. Gesellschaftlich und politisch ist viel Scheiße passiert, aber auch in der Musik gab es viele Flops. (Ich sag nur: Eminem und Iggy Iglesias.) Trotzdem: ES GAB NICHT NUR SCHLECHTES AN 2k14!

Ihre lang ersehnten und hinausgezögerten Debütalben veröffentlichten unter anderem Angel Haze, Azealia Banks, FKA twigs und Beatrice Eli. Das geschah nicht leise und unauffällig, sondern erlebte einen Sturm der Begeisterung – zurecht. Über LP1 von twigs bloggte ich hier sogar. Mit Beatrice Eli führte ich letzte Woche ein Skype-Interview, das ihr bald auf Missy Online lesen könnt. Eine ausführlichere Rezension gibt es Anfang nächsten Jahres in der taz.

Mit einzelnen Tracks teasten hingegen Tami Tamaki, Hannah Diamond, Ibeyi und Schnipo Schranke. Erstere ist übrigens auch im schwedischen Spielfilm „Something Must Break“ von Esther Martin mit „I Never Loved This Hard, This Long Before“ zu hören, vor ein paar Monaten konntet ihr das Lied auf dem Bound 2 Tape hören. Anfang des Jahres kam ich auch in den Genuss, sie im Leipziger Westwerk live zu sehen und ein bisschen mit ihr zu schnacken. Super interessante Person, ihr solltet sie unbedingt im Blick behalten!

Geehrt wurde dieses Jahr immer wieder Queen Bey: Ob im M.I.A.-Remix, in der Kollaboration mit Nicki Minaj oder tanzend mit ihrer Girl Gang in Boy-Briefs. Auf Beyoncé war mal wieder Verlass, sie brachte gute Styles, viel Gossip bezüglich ihrer Ehe mit Jay-Z (inklusive eines Trailers für „ON THE RUN“ – einem Film, der nie erschien) und arbeitete mit Qualitätsmenschen zusammen. (Anders als J.Lo, die ihren Booty-Song lieber mit der rassistischen Iggy Azalea machte. Sie hätte alles haben können und trifft dann diese Entscheidung. Sehr enttäuschend.

Nicki Minaj selbst hingegen brachte neben anti-semitischen Tweets und dem Flawless-Remix einen eigenen Smash-Hit raus: Mit Anaconda war der Anilingus-Diskurs in der Popmusik nicht mehr auszublenden. Und ein frisches Album gibt es auch! Im Frühjahr 2015 habt ihr sogar die Möglichkeit, sie live zu sehen, wenn ihr wollt. Ich werd das definitiv tun.

Wie auch ihre Partnerin Beatrice Eli feiert Silvana Imam ihren Erfolg als queere Newcomerin in Schweden. Ihre Super-EP „När du ser mig“ spielte sie auch, als ich sie im Oktober in Göteborg live sah. Sehr empowernd, so fierce Middle-Eastern Queers zu sehen!

Coole Alben brachten auch Warpaint, Bombay Bicycle Club, Fenster, Könsförradare, Lykke Li und Jessie Ware raus, eine EP hingegen gab es auch von EASTER. Und wer ab und zu Spotify hört, wird nicht an Kiesza vorbeigekommen sein.

Meine 21 liebsten, 2014 veröffentlichten Hits könnt ihr euch jedenfalls auf meinem neuen Mixtape anhören. Was mich dieses Jahr sonst noch entzückt hat, könnt ihr auf den anderen 2014 erschienen Listen nachsehen. Und ich würde gern wissen, welche Lieder, Alben oder Musikvideos euch dieses Jahr umgehauen haben?

Bound 2

23 Sep

Für Crushes, Lover, Friendz, Exes, Essen und für sich selbst: Ein Mixtape mit einer Prise Romantik und Sexual Tension.

Liberté, Egalité, Beyoncé

27 Aug

Auf der Welt passiert ständig viel Scheiß, zum Beispiel Polizeigewalt. Diese wiederum trat zuletzt in Berlin, Malmö oder auch Ferguson auf. Deshalb ist es schön, sich auch erfreulichen Dingen widmen zu können. Zum Beispiel Beyoncés 17-minütigen Auftritt bei den MTV VMAs.

Feuilleton-riffic: FKA twigs

9 Aug

Die letzte Woche war musiktechnisch gesehen mit vergoldeneten Veröffentlichungen geprägt: Erst droppen Beyoncé und Nicki Minaj den ***Flawless (Remix), gestern veröffentlichte FKA twigs ihr erstes Album LP1 und gibt frische Impulse in die Indie-Sphäre.  Jene Fans, die bereits vor zwei Jahren bei der ersten ihrer zwei EPs Blut geleckt haben und seitdem hungrig auf Nachschub warten, rasten genau so aus wie Neuentdecker_innen.

Bild: Promo

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GRRRL POWER VOL. 8 – OUT NOW

26 Jul

Good news, everybody: Nach Zeiten der Stille verkünde ich ein Ende der Trostlosigkeit. Das neue GRRRL POWER Mixtape ist da und wartet nur darauf, gehört zu werden. Mit dabei sind dieses Mal Fever Ray, Tami Tamaki, Sky Ferreira, FKA Twigs, Beach House, Angel Haze, Austra, Beyoncé und viele mehr.

Das macht nicht nur die Hitze erträglicher, sondern macht sich auch bei Gewitter schick im Ohr. Super, oder?

GRRRLS*‘ NIGHT OUT

21 Mrz

Nachdem ich zahlreiche Gelegenheiten zum Veröffentlichen eines neues Mixtapes verpasst hab – vom Frauen*kampftag bis hin zu Norooz -, fiel mir ein, dass jeder Tag eine gute Gelegenheit für Mixtapes bietet. Das neue GRRRL* POWER Tape trägt deshalb ganz in TGIF-Tradition das Motto GRRRLS*‘ NIGHT OUT. 

Shake your jelly, egal, ob im Club oder Zuhause. Fabulös darf eins nämlich jederzeit sein.

best of 2013

19 Dez

Kaum nähern wir uns dem Jahresende, schon regnet es Rückblicke, Best Ofs und Zusammenfassungen. Ich muss gestehen, dass ich ein großer Fan dieser Dinge bin. Deshalb gibt es hier das (vorerst) letzte Mixtape für 2013 mit meinen persönlichen, dieses Jahr erschienen Lieblingsliedern.

Den Anfang macht DJ Koze mit seiner Kollaboration mit Caribou, einem Track, der eines meiner Lieblingsalben 2013 eröffnet. „We need to eat and we need to sleep and we need music“ fasst meinen persönlichen Hedonismus schon gut zusammen. (Feminismus, Katzen und wunderbare Menschen wären noch das Extra.)

Wie Nadia auf Shehadistan schreibt, haben Daft Punk mit „Get Lucky“ sich zwischen unseren Ohren eingenistet und werden so schnell nicht abhauen. Mir gefällt besonders die Pretty Pink Edit von Daughters Version.

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friend crush

28 Nov

Romantische Zweierbeziehung hier, romantische Zweierbeziehung dort: Alles wird von diesem Thema vereinnahmt. Für Freund_innenschaften bleibt wenig Raum, insbesondere dann, wenn sie einen hohen Stellenwert haben. Damit ist Schluss.

Dieses Tape ist für die fabulöse Ela. Da wir noch nicht in einer schönen Wohnung mit Katzen, kurdischem Teegeschirr und Samowar zusammenleben, uns also nicht jeden Tag sehen (nicht einmal jeden Monat!), ist es Zeit, an dieser Stelle eine Hommage an schöne Freund_innenschaften zu schreiben. Geschrieben wurde über diese Art von Liebe dennoch einiges. Ein paar solcher Songs sind auf dieser Spielliste. Andere verbinde ich einfach so mit Ela.

(Mag sein, dass andere irgendwelche dieser Stücke als RZB-Lieder interpretiert. Ich nicht.)

Mädchenträume

18 Nov

Anika und ich machten einen Thing-Swap und da ihr früher ihren Blog las, kommen mir mit dem Begriff „Mädchenträume“ viele Erinnerungen hoch. Der Blog hieß zwar „Träume eines lächerlichen Mädchens“, aber nun denn. Ich ging noch zur Schule und träumte, wie viele andere in meinem Alter wohl auch, von meinem Auszug. In die Großstadt wollte ich. In eine Altbauwohnung mit hohen Decken und großen Fenstern. In der Küche sollte ganz viel ungleiches Geschirr stehen, eine große Teesammlung und Kerzen. An die Wände würde ich, wie auch in meinem Jugendzimmer, Flyer, Poster, Postkarten, Eintrittskarten von Konzerten und Kinofilmen und Fotos aufhängen. Ich wollte so gern dieses weiße Metallbett von Ikea und eine Lichterkette durch die Schnörkel stecken. Die Bettwäsche sollte so blumig sein, wie mein Haarshampoo roch. Dann würde ich im Dunkeln auf diesem Bett sitzen, Musik (natürlich in Vinyl-Form!) hören, Räucherstäbchen anzünden, Teetrinken und innere Ruhe finden. Innere Ruhe, die von diesem Gefühl, endlich angekommen zu sein, geprägt ist.

Die Musik würde alt sein und trotzdem aktuell, inspirierend, aber irgendwie immer ein bisschen traurig.

Als ich tatsächlich auszog, merkte ich, dass so eine Altbauwohnung weder einfach zu finden, noch besonders günstig ist. Mein Plattenspieler springt ein bisschen rum, ich fand ihn für 6€ auf dem Flohmarkt und er reicht gerade so davon, um mein geliebtes Album „XX“ abzuspielen. Das Bett und die Lichterkette und diese Sache mit den Wänden und dem Tee, die hab ich trotzdem. Jugendträume sind nicht umbedingt realistische Zukunftspläne, aber sie halten uns am Leben. Sie sind dieses Licht, das niemals vergeht. Dieses eine, an das wir glauben, während wir uns der Kleinstadttristesse hingeben. Diesem großen Grau, in dessen Mitte unsere Schule platziert ist. Ein Gebäude, in dem Leistungsdruck und Aversion schon von weitem aus den Fenstern zu erkennen sind. Aber in den Pausen dieser eine Gedanke: Wenn ich hier raus bin, dann wird das schon irgendwie gut.

Dabei bin ich gar nicht enttäuscht darüber, dass mein Leben jetzt gerade nicht eins zu eins so aussieht, wie ich es mir ausmalte. Schließlich habe ich mich verändert, meine Ansprüche und Prioritäten sind andere, ich bin flexibler. Träume verändern sich mit uns. Und vielleicht schaffe ich es doch mal länger als nur für zwei Monate in so ein verdammtes Altbaugebäude in der Großstadt.

Als Anika letzte Woche ihren neuen Blog unter dem Namen Mädchenträume öffnete (ich finde, „öffnen“ ist ein passendes Wort, weil Blogs wir mich ein bisschen wie schöne Orte sind, an denen eins rumhängen kann, wie Cafés), war mein Grinsen breit, dass sie diesen Namen wählte.