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Neu eingetroffen: Die Preziöse #2

29 Aug

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Way Out West – more like Way Out Best

14 Aug

Mit Glückseligkeit und fettem Grinsen verließ ich Samstagnacht das Gelände des Way Out West Festivals in Göteborg. Nach der atemberaubenden Show von Alicia Keys konnte ich noch die letzten Minuten von Disclosure erwischen – um nur zwei Acts aus dem wahnsinnigen Line-Up zu nennen.

Für DieTrendblogger.de habe ich ein Listicle über die Medienaffinität des Festivals geschrieben. Hier gibt’s noch ein paar der wenigen, einigermaßen gelungenen (okay-en) Fotos vom Festival.

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Meine erste Band waren die Crystal Fighters, die extrem super waren und trotz Regen eine Nachmittagsparty im Freien ermöglichten.

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Unglaublich schön, verträumt, magisch: Beach House. Victoria Legrand hatte auch einige inspirierende Worte über die Signifikanz der angeborenen Imaginationskraft für uns.

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Und endlich konnte ich Grimes mal live sehen und mich noch mehr in dieses bezaubernde Wesen mit den empowerndsten Vibes überhaupt verlieben.

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Austra aka The Band With The Sassiest Keyboarder Alive hatten eine besonders intime Show, weil es keine Absperrung zwischen Bühne und Publikum gab. Ich traf später noch Katie Stelmanis und schenkte ihr den Rest meines Glitzerpulvers. „Können wir sehr gut gebrauchen“, meinte sie. Aw. ❤

Außerdem fiel mir auf, was für ein hohes Maß an Körperlichkeit James Blakes Musik hat. Der schwere Bass, der den Körper zum Vibrieren bringt und für die sensiblen Texte empfänglich macht, ist die beste Voraussetzung für seine emotionale Stimme, die ebenfalls bis zum Kern berührt.

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Die fleischfreie Küche, die Umweltfreundlichkeit und das ästhetische Drumherum machten das Festival nahezu perfekt.

Gute Werbung, schlechte Werbung

29 Jun

Wenn du denkst, in den Tiefen des Internets etwas Mieses gefunden zu haben, weißt du, dass du noch tiefer graben kannst und es nach unten hin kein Ende gibt. Das beweist das neue – darf es schon als solches bezeichnet werden? – Genre Azubi-Rap. Vergiss Gangster-Rap, Zecken-Rap war gestern, selbst Conscious-Rap kann nicht mithalten. Mit maximaler Street Credibility und minimalem Schamgefühl performen Azubis Image-Filme für ihr Unternehmen. Den Edeka-Rap wirst du bestimmt schon mal gehört haben, doch mit imitiertem Guetta-Style oder Frei.Wild-eskem Sound bei HD-Optik einer Bäckerei stehen andere Branchen dem Supermarkt in keinem Punkt nach. Auf dem Tumblog Azubirap gibt es eine Sammlung aller bisher erschienen Videos.

Werbung geht aber auch anders. Werbung geht auch gut. Selbst für Kondome. Lässt mensch mal Frauen ans Werk, gibt es auch mal überzeugende, witzige, unsexistische Spots. Ist der nicht super?

Durex ad long version from Charlotte Rabate on Vimeo.

GRRRL POWER in GRRRL COVERS

10 Jun

 

Ich drück mich vor Unikram. Davon profitiert mein Spaß und gegebenenfalls ihr, denn ich habe einen neuen GRRRL POWER Sampler gemacht. Das Besondere an der Volume 3 ist, dass es sich um reine Coversongs handelt. Die meisten, aber nicht alle, waren vorher von Typen gespielt. Die Cover sind nicht alle besser, aber auf jeden fall auch großartig.

Mir ist aufgefallen, dass im Gegensatz zu den vorherigen Mixes langsamere Lieder dabei sind. Ist aber doch auch mal ganz schön. Entschuldigt bitte die miese Qualität teilweise, manche Songs fand ich nur in Liveversionen. Aber jetzt: Enjoy & spread it!
grrrlpower3

Blut, Facebook und Dozentinnen

5 Jun

In der Grundordnung der Leipziger Uni sollen nur noch weibliche Personenbezeichnungen genutzt werden, einbegriffen sind aber alle. Das generative Femininum ist schön subversiv und verdeutlicht, wie sehr das Maskulinum als „normal“ angesehen wird. Für fudder hab ich ein paar Sätze dazugeschrieben, aber auch bei der Mädchenmannschaft gibt’s einen schönen Text dazu.

Dort schreibt auch die Gastautorin Inge Kleine über Facebooks Feminismusproblem. Ein Problem haben allerdings auch die Leute, die alle -ismen als böse, extreme Ideologien verstehen. Margarete Stotowski schreibt in ihrer wunderbaren Kolumne, dass dieses Konzept nicht aufgeht.

Zu guter Letzt möchte ich auf den neuen Song von Respect My Fist aufmerksam machen. Er handelt vom „Tabuthema“ Menstruation. Warum das nötig ist, könnt ihr hier lesen. Zu hören gibt’s das Lied hier.

I think I’m a little bit in la-la-la-love with you

28 Mai

Manche Remixe sind besser als die anderen. Dieser hier ist großartig, made my day.

Kein Vergeben, kein Vergessen!

17 Mai

Anlässlich der Realität (also, bitte, gegen Homo- und Transphobie sollte mensch täglich sein, nicht nur am 17. Mai) gibt’s hier das neue Video von Sookee und Spezial-K zu ihrem Track „Zusammenhänge“. Super Lied, super Video.

Junip und Bad Taste

30 Apr

Pünktlich zum Monatsende möchte ich euch meinen persönlichen Albumtipp für den April geben: Junip von Junip. Die gehen diese Woche auch auf Tour.

Und weil zum Ausgleich der Liebe auch ein bisschen Gehated werden muss, könnt ihr gern lesen, wie ich mich über Bad-Taste-Partys aufrege.

 

„i dont want to be infantilized because i refuse to be sexualized“

24 Apr

im tired of being considered vapid for liking pop music or caring about fashion as if these things inherently lack substance or as if the things i enjoy somehow make me a lesser person

Meine persönliche Heldin ist momentan schon so Grimes. Warum? Mindestens darum. Aber auch für ihr kulturelles Bewusstsein. Und ihre Musik natürlich.

I’m sad that my desire to be treated as an equal and as a human being is interpreted as hatred of men, rather than a request to be included and respected

Queer sein? Okay, aber nur, wenn du heiß* aussiehst!

23 Apr

Früher hatte man Edge, wenn man sich zu Tegan and Sara bekannt hat, heute muss man die Band als Guilty Pleasure rechtfertigen. Über die neue Platte lässt sich viel erzählen. Mir persönlich gefallen ein paar (wenige) Songs ganz gut, den Rest kann ich mittlerweile nicht mehr hören. Eines der meiner Meinung nach guten Titel ist „I Was A Fool“. Jetzt gibt es dazu ein Video, das mein Weltbild zerstört hat. Nicht nur seine Sterilität, sondern die gesamte Aufmachung enttäuscht.

Es schreit nicht nur Popindustrie und Plastik (Strandaufnahmen, fettes Haus mit Kamin, dunkler Raum mit Klavier – könnte auch von Justin Biber sein), mich stört etwas Anderes: Die Darstellerin des lyrischen Ichs, das (wenn meine Interpretation des Namen Sidney als weiblicher) aus einer einseitigen Romanze mit einer möglicherweise sich als weiblich definierenden Person kommt, tendiert zum heterosexistischen Stereotypen: Als Frau ist es solange okay, sich als lesbisch zu präsentieren, wenn man feminin und (leider oft damit verbunden) auch für Männer attraktiv ist. Es ist wie eine Rechtfertigung à la: „Ja, wir haben eine Lesbe im Programm, aber schau, auch Männer haben was davon.“ 
Noch dazu wählte man einen klassisch „schönen“ Körper: schlank, ableisiert, weiß. (Gut, an diesem Punkt muss man sagen: Da passen auch die beiden Zwillinge rein.)

Bildschirmfoto 2013-04-23 um 14.03.19

Ich will damit nicht sagen, dass lesbische Frauen in Medien bitte immer wie „Butches“ auszusehen haben, auf gar keinen Fall, es wäre bloß wünschenswert, wenn sie weniger durch den Male Gaze gesehen und ein bisschen weniger nach privilegiertem, weißen Mädchen dargestellt würden. Ein bisschen Diversity halt.

Und Nachtrag: Ich finde es schade, dass Tegan and Sara in die Richtung „Altern ohne Würde“ abrutschen. Ein großer Teil ihrer Fans kannte sie schon vor „Sainthood“, der ist fast genauso alt die die beiden selbst und da fände ich es schön, das Marketing nicht auf Teenager und Mainstreampublikum abzustimmen. Hätten sie dort neue Fans gewinnen können, hätten sie das auch mit ihrer Guetta-Kollaboration geschafft. Haben sie aber nicht.