Archiv | Politisches RSS feed for this section

Warum das x-Pronomen mir Bauchschmerzen bereitet

18 Feb

Große Lücke in der deutschen Sprache? Smoothe geschlechtsneutrale Pronomen. Es gibt viele Alternativen, zum Beispiel stets wechselnde Pronomen, er_sie, sier, xier und das x. Wenn ich aber 0% „er“ in meiner nicht-binären_genderqueeren Identität ausmachen kann, fühlen sich viele von ihnen falsch an. Und das x? Weiterlesen

Mini Queer Zine-Fest Haul PT. I

19 Sep

Vor knapp zwei Wochen fand im FAQ in Neukölln das Mini Queer Zine-Fest statt, wo ich nicht nur mein erstes größeres Zine ausgestellt und verkauft habe, sondern auch viele tolle Hefte mitgenommen habe. Nach und nach möchte ich euch meine Ausbeute zeigen und kurz rezensieren. Teil 1 beginnt jetzt.

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Richtig schlimm: Rassismus gegen whities

5 Sep

Wer kennt diese harte systematische Unterdrückung nicht: Täglich werden weiße Deutsche von People of Color und Schwarzen Menschen auf institutionalisierter Ebene fertig gemacht. Ihre Street Credibility wird niedrig eingeschätzt, mit ihren Haaren lassen sich keine Braids machen und manchmal werden sie „Kartoffel“ genannt.

#SchauHin hat einen Clip über diesen sogenannten umgekehrten Rassismus gedreht und es wurde bald klar: Well, shit, there is no such thing as reverse racism. All die weißen Tränen wurden also umsonst vergossen.

Childhood made of plastic, it’s fantastic

30 Jul

Gierig nahm ich als Kind alles in mich auf, was von Erwachsenen so erbost als Gift gelabelt wurde. Morgens schon mal Elmex statt Aronal, direkt im Anschluss Gummisüßigkeiten in schrillen Farben, nach der Schule in der Mikrowelle aufgewärmtes Essen, das ich mich hineinstopfte, während ich mit großen Augen auf den Bildschirm unseres Fernsehers starrte. Nachmittags RTL2, abends SuperRTL.

Statt schlauer Sachbücher las ich Comics über andere Mädchen mit Superkräften, ich wäre gern eine von ihnen, aber ich würde mich eh nicht trauen, so kurze Röcke zu tragen.

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Einfach nicht trinken, einfach nicht knutschen

15 Apr

Bis ich 20 war, lebte ich straight edge. Für mich bedeutete es der Verzicht auf Alkohol, Nikotin und andere Drogen sowie romantische_sexuelle Exklusivität und Vegatarismus_zeitweise Veganismus. Wichtig für mich war es jedoch zu betonen, dass all dies nicht aufgrund meines früheren muslimischen Backgrounds_meiner muslimischen Familie sondern aus eigener Entscheidung stattgefunden hat, weil ich es satt hatte, als bevormundetes Middle Eastern Girl zu gelten.

Die Gründe für meine Enthaltsamkeit waren für mich sehr logisch. Einerseits empfand ich den exzessiven Konsum von Drogen, Fleisch und Sex als destruktiv, andererseits auch als ein Produkt der kapitalistisch-patriachalen Gesellschaft. Missstände wurden durch als entspannend empfundene Praktiken wie dem Rauchen schwächer wahrgenommen und waren eher ertragen. Für mich waren diese Dinge mit Rape Culture, einer Leistungsgesellschaft und einem Marionettenstaat verknüpft, da die Wut selbst in aktivistischen Zusammenhängen eher zum Partymotto als zu tatsächlicher Veränderung wurde.
Zusätzlich hatte ich ein schwieriges Verhältnis zu meinem Körper, in dem der Gedanke an Kontrollverlust mich eher verängstigte als mich zu reizen. Betrunkene, aggressive Macker auf Partys, von Bier mobilisierte Fußball-Fans (nicht nur während der WM_EM) und Angehörige_Bekannte mit Alkohol_Drogenproblemen machten es mir nicht appetitlicher.

Weshalb ich nicht auf all das verzichtete, war das Hineinpassen in die patriarchale Vorstellung eines reinen_unschuldigen Mädchens. Meine Verweigerung der Betrunkenheit war keine Ausführen des „Lass dich nicht v*rg*w*lt*g*n!“-Appells, denn mein Interesse an Sexualität war ohnehin nicht stark_vorhanden. Ob nüchtern oder betrunken, ich würde mich von angrabenden Typen sehr unwohl fühlen.

Obwohl ich diese – auch im Nachhinein für mich sehr schlüssigen – Gründe mehrfach auf die Frage zu meiner Entscheidung erwiderte, stellte ich zu oft fest, dass bis auf den Vegetarismus_Veganismus meine Motivation auf eine religiöse Ebene gesetzt wurde, die für mich überhaupt nicht relevant war. Es mag zwar sein, dass ich Zuhause nicht die Möglichkeiten hatte, betrunken oder mit One-Night-Stands im Schlepptau heimzukommen, aber es grenzte meine Entscheidungen nicht ein. Ich verspürte damals schlicht keinen Drang danach.

Während meines Studiums gab ich nach und fing an, Einiges nachzuholen, weil mir das Gefühl gegeben wurde, Dinge verpasst zu haben und deshalb auf einer emotionalen Ebene nachzuhinken, was natürlich Unsinn war. Ich leistete gegen die Alkohol- und Sexualisierungsnorm keinen Widerstand mehr, weder auf Partys, noch sonst so. Ich tue mir allerdings schwer dabei, es insgesamt als befreiend zu bezeichnen, da sich mit den Jahren Vieles für mich geändert hat, so wie es beim Älterwerden eben ist. Self-Love und Body-Positivity, das Ablegen vieler internalisierten Mechanismen wie der Illusion einer disziplinierten_selbstkontrollierten Frau* und Monogamie als Praktik der Reinheit (Reinheit auch hinsichtlich negativer Energien, die von Typen ausgestrahlt wird) sowie die neuen Wohnsituationen (nicht mehr bei den Eltern, eigenes Zimmer, nicht mehr in der Kleinstadt, bessere Anbindungen öffentlicher Verkehrsmittel) baten neue Voraussetzungen an.

Ich fühlte mich befreiter, aber das ist nicht der Polyamory oder dem Alkohol_Drogenkonsum geschuldet, dazu gehört viel mehr Arbeit und Auseinandersetzung mich sich selbst. Ich beobachte nun aber auch Dinge, die ich damals schon für kritikwürdig hielt, aus einer neuen Perspektive.

Jedes gesellschaftliche Zusammenkommen wird als Anlass für Alkoholkonsum gesehen, egal ob alle Anwesenden tatsächlich Lust auf Bier haben oder nicht. Biertrinken als soziale Praxis und als Norm fürs gelungene Abhängen findet nicht nur samstags auf Partys oder in der Kneipe, sondern auch unter der Woche beim Plenum, im Park oder Zuhause statt. Ich will hier niemenschen absprechen, dass es Spaß macht, Alkohol zu konsumieren und dass das Betrunkensein kein schönes Gefühl sei – ich habe es auch oft als super empfunden. Dennoch ist oft eine gewisse Erwartungshaltung da.
Es fällt mir bloß auf, dass seit einigen Wochen in meinem Umkreis vermehrt darauf hingewiesen wird, reflektierter mit Alkohol umzugehen. Drogenfreie Räume als Safer Spaces werden geschaffen, für mich ist es überhaupt revolutionär, dass die Benennung einer Alkoholnorm stattfindet.

Die Sensibiliserung setzt sich auch hinsichtlich der sexualisierten Stimmung auf Partys fort. Zu einer guten Party scheint es dazugehören, zumindest ein bisschen zu Knutschen oder zu Flirten. Auch das kann viel Spaß machen, wenn es mit Konsens stattfindet. Trotzdem werden Normen wie die romantische_sexuelle Zweisamkeit und die sexuelle Offenheit auf Festen reproduziert. Es ist schon okay, nicht zu knutschen, aber es ist schon ein bisschen komisch, wenn du nur tanzen oder in der Ecke sitzen möchtest. Dieser gewisse Punkt, an dem 98% der Feiernden in Knutschszenarien verwickelt sind, wird auf vielen Partys erreicht, ich erlebte ihn sowohl aus der Seite der 98% – irgendwie sehr Kontrollverlust auf eine positive Art, aber auch sehr befremdlich_unangenehm, ein Teil dieser Masse zu sein – als auch (und zwar viel öfter) aus der 2%-Perspektive – ausgrenzend, unangenehm, „Irgendwas stimmt mit dir nicht und du kannst jetzt auch mit niemenschem tanzen, weil alle, die du kennst, beschäftigt sind“.

Ich nehme wahr, dass in meinem Umfeld Menschen beginnen, mit diesen beiden Normen zu brechen und ich finde es sehr schön. Gleichzeitig denke ich darüber nach, wer einfach so mit diesen Normen brechen kann und wer nicht. Wessen Enthaltsamkeit ist (positiv) politisch zu verstehen und wessen wird Tabuisiert_als Unterdrückung fremdbezeichnet?
Während das Straight-Edge-Sein an einigen als edgy Merkmal gefeiert wird, können andere ihre Nüchternheit nicht ohne unangebrachte Rückfragen offen zeigen. Wenn es nicht gerade von Außen auf eine ganz rassistisch auf eine religiöse_kulturelle Ebene gehoben wird, kann es auch schön stigmatisierend stattfinden. Wer nicht trinkt, hat bestimmt mal ein Alkoholproblem gehabt oder ist auf Psychopharmaka und kommt in die „BLOSS NICHT DRAUF ANSPRECHEN ABER UPS JETZT HAB ICH’S DOCH GEMACHT HEHEHEHE AWKWARRRRD“-Schublade. Davon abgesehen, dass es Menschen nichts angeht, weshalb eins Drogen nimmt oder nicht, macht das Reproduzieren der Alkoholnorm die Sache nicht angenehmer.

Als ich anfing, Medikamente zu nehmen und es mir ohnehin nicht gut ging, verzichtete ich ein paar Monate lang auf Alkohol. Ob denn Wodka in meiner Club Mate sei, wurde ich gefragt. Ob ich’s nicht langweilig auf der Party finde, wenn alle zu sechs auf der Toilette weißes Pulver schniefen und ich so ganz „come as you are“-mäßig ankomme. Ich hatte keine Lust, fremde Menschen über meine psychische Gesundheit aufzuklären. Ich fragte mich vielmehr, ob es nicht pathetisch ist, dass für sie keine einzige Party nüchtern auszuhalten zu sein scheint. Ich schluckte die Frage.

Was das Knutschen anbelangt, so werden queere Partys für einige auch zu den einzigen Räumen, in dem öffentliches Ausleben der Sexualität sicher möglich ist. Es spielt gar nicht immer eine Rolle, mit wem eins knutscht, sondern wie der eigene Körper aussieht, wenn es um Safer Spaces geht. Manche Körper sind ohnehin schon übersexualisiert oder desexualisiert, sodass nicht alle Räume die nötige Sicherheit geben können. Wer könnte auf der Straße die Person beim Händchenhalten sehen, inwiefern könnte es Probleme für die Person bereiten, wie hoch ist die Gefahr, während_aufgrund der Performance zum Opfer von Street Harassment zu werden?
Auf überwiegend heterosexuellen_weißen Partys wiederum sind vielleicht genau diese 2% von Unterdrückung betroffen. Oder sie knutschen doch.

Es wäre zu leicht, diese Normen mit „einfach nicht mehr trinken“ und „einfach nicht mehr knutschen“ als gebrochen zu verstehen. Ich weiß selbst nicht, ob ich auf diese Dinge endgültig und ausnahmslos verzichten möchte. Mir würde es schon reichen, wenn ich sie dann praktizieren könnte, wenn ich wirklich möchte, und nicht, weil es von mir erwartet wird_weil es „zu einem guten Abend dazugehört“.

Smash the norm

18 Mrz

[TW: Essstörungen]

Vor knapp einem Jahr erzählte ich schon mal ausführlich über Body-Image-Issues, die ich jahrelang hatte (TW: Essstörung, normreproduzierende Begriffe, Gewichtszahlen).

Obwohl auf meiner Twitter-Timeline die Parole „Riots not diets!“ gerade kritisiert wird – mit Recht -, ist diese einer meiner liebsten unter allen bekannten feministischen Catchphrases. Zum ersten Mal nahm ich diesen Satz bewusst war, als ich im September 2012 auf der enter_the_gap-Demo in Hamburg war. Auf Redebeiträgen und Flyern hatte ich schon viel Input über Bodyismus bekommen, der Höhepunkt war aber richtig fabulös.

Mit zwei Freundinnen lief ich im Demozug durch das wunderschöne Gängeviertel, die Sonne machte den Tag richtig angenehm und es war sowieso eine meiner ersten queer_feministischen Aktionen außerhalb des Netzes. Auf dem Dach eines Gebäudes ließen Menschen mit Pussy-Riot-Kopfbedeckung Konfetti herunter und sprachen ihre Solidarität mit den unterschiedlichen Blocks aus. Die Diversität war schließlich groß, auf Flyern wurden Schwerpunkte wie Sexwork, anti-rassistischer Feminismus, Trans*, Nicht-Binärität, Intersex und Essstörungen thematisiert, die Mühe um eine möglichst hohe Inklusion war groß.

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Aus einem Fenster wehte dieses Transparent mit der Aufschrift riots not diets – smash the norm, es war mal wieder so ein Zeitpunkt in meinem Leben, an dem ich meinen Körper gewaltvoll der Norm anpassen wollte, und dieser Augenblick war für mich extrem empowernd. Zum ersten Mal hatte ich wirklich das Gefühl, dass ich die Kraft, die ich ins Dieting investierte, auch einfach für den Ausdruck meiner [politischen] Wut verwenden könnte. Oder für andere Dinge, die mir gut tun. Durch Kleidergröße 36 würde ich dem System alles andere als den Mittelfinger zeigen, dabei war mir doch genau danach. Dieser Moment machte mir Mut, die Norm als schmerzhaft und unterdrückend zu erkennen und ihr nicht mehr entsprechen zu wollen. Mut für Subversion. Mut für: Mein Körper ist fett, ich habe keine Lust mehr, mich klein und unsichtbar zu machen, gewöhnt euch einfach an meine Speckrollen, ich schulde euch keinen flachen Bauch! Und Mut für: Ja, ich werde jetzt noch einen zweiten Teller vom Büffet nehmen, ich bin nämlich immer noch hungrig und es schmeckt köstlich und ich habe kein Problem damit, gefräßig rüberzukommen. Zumindest mehr Mut als ich je gehabt habe.

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Eure Holocaust-Analogien sind verachtenswert

24 Nov

[TW: Beispiele, in denen der Holocaust relativiert wird.]

Neulich bekam ich mit, wie ein Typ mal wieder Feminismen mit dem Nationalsozialismus verglich. Hintergrund war, dass er sich bei der FLIT*-Regelung (d.h., dass etwas für Frauen, Lesben, Intersexuelle und Trans*personen  offen war, aber eben nicht für Cis-Männer) ausgeschlossen gefühlt hat. Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, fand er. Wie anstrengend es ist, dass Typen nicht akzeptieren können, dass sie nicht überall mitmischen können und Safer Spaces gerne ohne sie sein möchten, ist die eine Sache. Was mich viel mehr nervt, ist dieses ständige Vergleichen mit dem Holocaust.

Nicht nur im anti-feministischen Gebrauch kommt er vor: Feminist_innen werden gern als Feminazis beschimpft. Noch übler finde ich aber, dass der Begriff von einigen von zu reclaimt versucht wird. „Nazi“ ist kein Begriff, der eine neue, empowernde Bedeutung bekommen sollte. „Nazi“ sollte für immer an den Genozid und die menschenverachtende Ideologie aus Deutschlands 20. Jahrhundert erinnern. Ich möchte später jüngeren Menschen nicht erklären müssen, dass Feminazis feministische Aktivist_innen sind und der Ursprung aus dem 20. Jahrhundert von politischen Aktivis- what?! Merkste selbst, ne?

Abgesehen davon, dass diese Analogie nicht einmal ansatzweise passend gewählt ist, relativiert er den Holocaust. Er impliziert, dass es eine Gruppe von Menschen war, ja eher die Minderheit, die durch Radikalismus das System bestimmt und Schuld an diesem Verbrechen war.
Ich kann mich nicht daran erinnert, von feministisch Motivierten Völkermorden gelesen zu haben.

Dass FEMEN von vorne bis hinten ein fragwürdiger Laden ist, möchte ich gar nicht bestreiten. Vielmehr bekräftigen sie dies immer wieder selbst. Sexwork – ganz allgemein, egal ob in Form von Menschenhandel oder selbst gewählter Lohnarbeit – stellen sie ebenfalls auf gleicher Stufe wie den Holocaust. (Ausgehend von der Tatsache, dass in den Mainstreammedien Feminismus Alice Schwarzer und FEMEN ist, wundert es mich nicht, dass dem Feminismus Antisemitismus vorgeworfen wird.)

Pro-Life-Propagandist_innen schwören darauf, diese  Gegenüberstellung auch mit Abtreibung zu betreiben. Hitler, der unter anderem Millionen von Menschen umbringen lassen hat (nachdem sie unter den widerlichsten Bedingungen gequält und gedemütigt wurden), und Menschen, die Samen-Eizellen-Plörre aus ihrem Körper holen lassen, begehen demnach auf dieselbe Art Mord.

„Für den guten Zweck“ gibt es noch mehr unreflektierte Aussagen mit gleichem Effekt. Tierrechtsaktvist_innen vergleichen Massentierhaltung gerne mit dem Holocaust. Meine, ähm, Lieblinge von PETA verwendeten 2003 in ihrer Kampagne „Holocaust on Your Plate“ Bilder aus Konzentrationslagern und stellten sie auf dieselbe Ebene mit den Kulissen der Tierindustrie. (Die Bilder könnt ihr hier finden. Aber TW: Bildmaterial aus der NS-Zeit.)

Uneingeschränkt als Held glorifiziert und selten in der linken Szene hinterfragt (und das, obwohl er häufiger nationalistisch auffiel) ist der Musiker Morrissey, ehemals Kopf der britischen Band The Smiths. Er fand nicht nur, dass zwischen der Herstellung von Lederwaren und Genozid differenziert werden müsse. Außerdem sei Hitler wenigstens noch nett zu Hunden gewesen. (Ich weiß auch nicht, warum weiße Europäer_innen die Moral von Menschen danach messen, wie sie sich gegenüber von Hunden verhalten.)
Auch der rechtsradikal motivierte Massenmord in Norwegen vor zwei Jahren sei nichts im Vergleich zu dem, was täglich in der Fast Food Industrie passiere.

Natürlich ist es grausam, wie Tiere in dieser Gesellschaft wie Ware behandelt werden, Schmerzen und Leid ausgesetzt sind, und das ganze auch noch als „natürlich“ verkauft wird. Trotzdem ist es respektlos und deplaciert, dies auf dieselbe Ebene wie den Holocaust zu setzen. Erst Recht, wenn es von weißen Christen angestoßen wird.

Wisst ihr, in welchem Kontext Holocaust-Vergleiche angebracht sind? Richtig: Gar nicht. Nie. Nirgends. Also hört bitte auf, dort Parallelen zu ziehen, wo keine sind.