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My Body, My House #1

10 Nov

Cover

 

Hurra, hurra, mein erstes großes Zine-Projekt gibt es jetzt auch online: Unter dem Titel My Body, My House sammelte und arbeitete selbst an Beiträgen wie Collagen, Texten, Comics und Gedichten rund um das Thema Körper. Auf dem Mini-Queer-Zine-Fest im September gab es die ersten Print-Ausgaben zu kaufen, die sind momentan allerdings vergriffen und müssen nachgedruckt werden. Dafür gibt es die Online-Ausgabe hier zu lesen und zwar kostenlos. Viel Spaß damit!

Childhood made of plastic, it’s fantastic

30 Jul

Gierig nahm ich als Kind alles in mich auf, was von Erwachsenen so erbost als Gift gelabelt wurde. Morgens schon mal Elmex statt Aronal, direkt im Anschluss Gummisüßigkeiten in schrillen Farben, nach der Schule in der Mikrowelle aufgewärmtes Essen, das ich mich hineinstopfte, während ich mit großen Augen auf den Bildschirm unseres Fernsehers starrte. Nachmittags RTL2, abends SuperRTL.

Statt schlauer Sachbücher las ich Comics über andere Mädchen mit Superkräften, ich wäre gern eine von ihnen, aber ich würde mich eh nicht trauen, so kurze Röcke zu tragen.

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What pop-culture taught me PT. IV

30 Jan

If you wear a t-shirt
Of a band you don’t know
the biography of
by heart
you’re a wannabe
a try-hard
a fashion victim
an insult to all the nerdy boys
who loved Joy Division
since they were 11

A proof of the fact
That girls do not
Have any knowledge
About anything

You are the mainstream scum
That is dishonoring the band
Taking their exclusive status away
From the fans
That have given all hail to the band

You can’t call yourself a fan
Only because you own this shirt
You have to own at least one album
– downloads do not count
it has to be a CD
or, yet better, an LP –
of them
and even singles and B-sides

Like seriously
how dare you
go to a concert
without knowing
all the band members’ names and
without being able to sing along
every single song?

Anyway
How long
Have you been listening to them?
I bet not as long as that super-indie senior guy

What do you say,
You haven’t listened to them before album no 4???

Wow.
Just wow.
Your ignorance is killing me.
Stop stealing
Our secret sub-culture
Can’t you see
How you’re making us
Look ridiculous?
You’re not part of us
You don’t know shit about us.
You are worthless
Because you lack the history and
The approach
that we have been having
for years.

But it’s totally alright
And cool
And edgy
And exotic
If you appropriate things
from cultures other than yours
without even having a clue about them.
And claim to rock it.
To reclaim it.
To make your own culture from this.
That’s super-cool.

What pop culture taught me pt. II

12 Nov

Nachdem ich das erste Gedicht über meine Erkenntnisse aus Popkultur schrieb, fielen mir ungefähr siebenhundert andere Dinge zu diesem Thema ein. Deshalb dachte ich, wenn es so unzählige, untalentierte Young Male Writer™ gibt, warum mach ich nicht eine „Gedichte“-Reihe? Was hab ich bei dem vorhandenen Angebot schon zu verlieren, mein ich? (Sämtlichen Respekt in der Blogosphäre, vermutlich. Hoffen wir mal, dass es nicht so eintritt.)

Dieses Mal gibt es sogar ein mit Herzblut und übelst professionell auf Photoshop erstelltes Bannerbild dazu.

manicpixie

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What pop culture taught me (pt. I)

4 Nov

Diese Woche gibt’s kein Mixtape. Dafür ein Gedicht.

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Schüchtern präsentierend: „Feminist Killjoy“ – ein Gedicht

1 Okt

Einmal, als ich so richtig wütend war, da hab ich ein Gedicht geschrieben, so auf einer tatsächlichen Anekdote basierend. Ich hatte mir eigentlich vorgekommen, meinem Ruf als Freiburgs Rant-Emanze gerecht zu werden und es auf einem Poetry Slam vorzutragen. Nach langem Überlegen schrieb ich den Veranstalter an und wollte mich bewerben. Bekam ich eine Antwort? Nein.
Seitdem gammelt der Text in meinem secret Ordner. Aber weil ich gerade so euphorisch und vertrauensselig gestimmt bin, teile ich es mit euch. Tut mir Leid, falls ihr’s unlustig und schlecht geschrieben findet. Ist mein erstes Gedicht des Genres „Misandrie“. Ich find, ich hab’s echt okay gemacht.
[TW: Sexismus, Aufdringlichkeit und das Rütteln an Grenzen des Konsenses werden thematisiert.]

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Die Krombergerin

12 Sep

Die fünfte Ausgabe des Fanzines Der Kromberger wurden von Frauen* gestaltet. Unter dem Titel Die Krombergerin gibt es einen Erfahrungsbericht über ein Wiedersehen einer Hiphop-Anhängerin mit der Szene, eine Anleitung für ein Blousson, Bilder aus dem Film „Nature Morte“ von Sophie Magdalena Koegl und Robert Dzabel sowie ein Essay über Emanzipation von mir. Visuell hab ich mit einer Collage und zwei Fotografien beigetragen.

Schaut es euch an, es ist schön gelungen und mit Herz entstanden. Online gibt’s das Zine hier, es gibt außerdem 66-Printexemplare. (Die auf Anfrage, ich kann mich bei Interesse erkundigen, wo und wie.)