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Licht, Schatten, Träume, Winter

7 Jun

Neue Collagen am Start und so.

"For Now I Am Winter"

Dreamer

Licht & Schatten

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“Mama, ich verstecke mich vor dir!”

7 Jun

Für die Mädchenmannschaft habe ich einen sehr persönlichen Text über das Outing im bikulturellen Kontext geschrieben. Vielleicht möchtet ihr den ja lesen. Hier könnt ihr das.

Blut, Facebook und Dozentinnen

5 Jun

In der Grundordnung der Leipziger Uni sollen nur noch weibliche Personenbezeichnungen genutzt werden, einbegriffen sind aber alle. Das generative Femininum ist schön subversiv und verdeutlicht, wie sehr das Maskulinum als „normal“ angesehen wird. Für fudder hab ich ein paar Sätze dazugeschrieben, aber auch bei der Mädchenmannschaft gibt’s einen schönen Text dazu.

Dort schreibt auch die Gastautorin Inge Kleine über Facebooks Feminismusproblem. Ein Problem haben allerdings auch die Leute, die alle -ismen als böse, extreme Ideologien verstehen. Margarete Stotowski schreibt in ihrer wunderbaren Kolumne, dass dieses Konzept nicht aufgeht.

Zu guter Letzt möchte ich auf den neuen Song von Respect My Fist aufmerksam machen. Er handelt vom „Tabuthema“ Menstruation. Warum das nötig ist, könnt ihr hier lesen. Zu hören gibt’s das Lied hier.

Junip und Bad Taste

30 Apr

Pünktlich zum Monatsende möchte ich euch meinen persönlichen Albumtipp für den April geben: Junip von Junip. Die gehen diese Woche auch auf Tour.

Und weil zum Ausgleich der Liebe auch ein bisschen Gehated werden muss, könnt ihr gern lesen, wie ich mich über Bad-Taste-Partys aufrege.

 

The perks of being a student

20 Okt

In der aktuellen Ausgabe des SPIESSER für Studenten gibt es eine Glosse von mir zu lesen, stark gekürzt aber es freut mich trotzdem,  meine Worte in Print lesen zu können. Hier gibt es den Artikel auch online.

Pauschalisiertes Aufmucken

6 Jun

Weil ich so gerne herumpöble, darf ich bei dem Freiburger Onlinemagazin seit März ein bisschen Unruhe stiften. Falls es euch interessiert, verlinke ich die Artikel. Achtung: Ich übertreibe stark.

Rückwärtschronologisch gibt’s folgende Texte:
Warum Partynationalismus eklig ist
Warum alle Haarentfernungsmethoden saugen
Wildes Knutschen in der Öffentlichkeit ist eklig

Und zu guter Letzt ein kleines Mixtape.

5 Gerüche aus der Kindheit

1 Apr

Kennt ihr das auch, dass ihr mit unterschiedlichen Gerüchen bestimmte Dinge oder ganze Erinnerungen im Kopf habt, egal ob im positiven oder negativen Sinne? Ich bin gerade in mich gegangen und habe in meinem Notizbuch aufgeschrieben, was ich mit meiner Kindheit assoziiere. Es sind so viele Bilder wach geworden und ich schwelge gerade in Nostalgie.

1) Gebrannte Mandeln und Zuckerwatte auf dem Jahrmarkt
Wir hatten zwar meistens kein Geld um uns diesen Luxus zu gönnen, aber ich liebte es als kleines Mädchen trotzdem, mit meinem Vater auf den Jahrmarkt zu fahren und die Düfte, Lichter, Geräusche, Farben und Menschen dort wahrzunehmen. Irgendwann wurde es zu kalt und ich zu müde, also gingen wir nach Hause

2) Torshi im VW-Bus
Nachdem meine Eltern auf die blöde Idee kamen, das von mir bis heute noch verhasste Torshi (so etwas Ähnliches wie Chutney) mit unserem VW-Bus zu transportieren, hatte ich das Gefühl, es war für immer da. So verbinde ich den Geruch mit dem zu spät Kommen in der Schule, dem Warten während meine Eltern „schnell“ einkaufen waren und wir im Halteverbot standen, sowie dem einen Mal, als wir auf der Autobahn feststeckten.

3) Karstadt-Parfümerie
Jedes Mal, wenn es mit meiner Mutter in die Stadt ging – also jeden Samstag – war der erste Halt in ihrem Lieblingskaufhaus. Direkt im Eingangsbereich wurde man von einer aggressiv-künstlichen Duftwolke in Empfang genommen. Sie spritzte immer ein bisschen vom Oilily-Tester auf meinen Hals bevor ich in die Spielzeugabteilung durfte. Dort ging es nie darum, was sie mir kaufen sollte, denn ich wusste, dass ich all die Dinge nicht bekommen würde. Doch ich lief zwischen die Regale, nahm alles in die Hand und untersuchte jedes noch so winzige Detail. Ich stellte mir vor, wie es wohl wäre, dieses oder jedes Spielzeug tatsächlich zu besitzen. Wie es sich wohl neben meinen Barbiepuppen in meinem Zimmer machen würde? Und ob ich es mit nach draußen nehmen würde?
Manchmal dachte ich noch nachts im Bett daran, ich träumte davon. Ich hatte das Gefühl, mich mehr mit den Puppen auseinanderzusetzen als deren tatsächliche Besitzerin es getan hat.

4) Karamellisierte Zwiebeln
Die Regel hat sich bestätigt: Ohne Zwiebeln und Kurkuma schmeckt kein Essen der Welt, das herzhaft sein will. Genauso roch eben auch unsere komplette Wohnung, aber auf keine penetrante, aufdringliche Art und Weise. Es war nur so: Wenn man zur Tür reinkam, dann wusste man, dass es bald zu Mittag geben würde. Das ist allerdings eine Erinnerung aus der späten Kindheit, aus der Zeit, in der wir schon in Buchholz lebten, also nach Grundschule.

5) Sommerregen
Wenn wir im Iran waren, dann meistens im Sommer. Zu der Zeit ist es in Teheran besonders heiß, die Luft riecht nach Autoabgasen, Gebäck, Rosenwasser und diesem süßen Naturduft, den meine Oma immer trägt. Ich liebe diese Gerüche, vor allem den aus den Konditoreien, es machte mich so glücklich, an ihnen vorbeizulaufen.

Doch manchmal regnete, nein gewitterte es nachts sehr stark. Danach war die Luft so sauber und wundervoll rein, dass ich raus und einfach nur tief Luft holen wollte. Es war so ein erleichterndes Gefühl, so ein gemütliches, so ein Gefühl von Sicherheit, Hoffnung und Familie, das sich in mir breit machte. Ich vermisse diesen Duft so sehr.

Wie sieht’s mit euren Erinnerungen aus?