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Thoughts on politics of flirting 

19 Apr

I’ve been thinking about the ideas, concepts and norms of flirting/hooking-up a lot lately. I realized that not I only I never learned the social behavior behind these concepts, nor did I really learn about them in a way that is not r*p*-cultural, hetero- and mononormative and also very Western! That mostly comes from a hegemonial perspective where desirability is taken for granted. That does not ask for drama, playing-hard-to-get-games, assuming consent rather than asking. That is not built upon masculine and invasive behavior. Where communication is key and respect and honesty rather than insecurity or inferiority. Where vulnerability is appreciated and cherished rather than abused. Where you can actually be open about your intentions rather than manipulating people into thinking you are on the same page without knowing what this page is.
Dichotomies like strength/weakness, active/passive, rational/emotional, knowing the game/being a loser, hardness/softness, dominant/submissive, 200% committed/very superficial will never include our realities. Why can’t casual be soft? Why can’t emotional be fierce? Why does devotion have to be weak? Why can’t awkwardness stand next to knowing the game and commitment? Why does commitment have to be exclusive? Why is there so little space for open communication about anxieties, fierce and trauma? Why do relationships crave labels or definitions rather than real talk or deals? Why can’t flirting/hooking-up be as different as people and relationships are?

(And why do people never call out their friends‘ abusive behavior towards others?)

Let in some dyke-y vibes, they said. There will be no drama, they said.

13 Jan

Ich erinnere mich noch an die Tage als naive, heterosexuelle Jugendliche, an denen meine Freundinnen und ich von Typen frustriert schworen, lieber lesbisch zu werden. Erstens, weil alle Typen Arschlöcher waren. Zweitens, weil heterosexuelle Beziehungen_Crushes viele Komplikationen und Drama mit sich brachten.

Eins soll bekanntlich drüber nachdenken, was eins sich wünscht. (Zum Beispiel ich nach dem Abi so: ICH WILL UNBEDINGT NACH FREIBURG ZIEHEN. Well, here I am.) Tatsächlich merkte ich, dass es keinen Sinn ergibt, sich in die heterosexuelle Matrix hineinzuzwängen, wenn eins einfach nicht hineinpasst. (Wie diese Kleider, die grundsätzlich drei Größen zu klein sind und weder über die Brüste, noch über den Hintern gezogen werden können. We tried. We failed. But we will sure try again.)
Wie so oft im Leben wurde ich eines Besseren belehrt. Arschlochness ist an kein Geschlecht gebunden, Drama an kein Begehren. Meistens sind Menschen das Problem. (Fast immer sind sie es.) Weiterlesen

GRRRL POWER

18 Mai

Für meinen anstehenden Roadtrip, aber auch generell hab ich zwei Playlists gemacht. Daraus wird mal eine Samplerreihe, zwei Volumes gibt es schon. Unter dem Namen GRRRL POWER gibt’s Künstlerinnen, die es gewaltig drauf haben. Wer Lust hat, kann reinhören.

grrrlpower1

GRRRL POWER Vol. 1 from henghdf on 8tracks Radio.

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GRRRL Power Vol. 2 from henghdf on 8tracks Radio.

17. Mai

17 Mai

Der heutige Donnerstag hat für viele Leute eine unterschiedliche Bedeutung. Für die einen ist Christi Himmelfahrt, für die anderen Vatertag (aka die Legitimation, betrunken mit dem Bollerwagen durch die Straßen herumzuirren, ohne als asozial beschimpft zu werden), manche sind einfach nur froh, einen freien Tag zu haben und es findet zum achten Mal der Internationale Tag gegen Homopobie und Transphobie statt.

Dazu gibt es diverse Veranstaltungen in allen möglichen Städten von Hamburg bis Stuttgart. Wer keine Lust hat, auf die Straße, aber trotzdem raus möchte, dem kann ich einen wunderbaren Ausflug ins Kino empfehlen. Momentan läuft der französische Film Tomboy, der von einem androgynen Mädchen handelt, das mit ihren Eltern umzieht und das neue Umfeld als Chance für eine neue Identität sieht.


Außerdem kommt nächsten Donnerstag der iranische Film Sharayet, von dem ich bereits erzählt habe, in die deutschen Kinos.

Wie auch immer ihr euren Tag gestaltet, genießt ihn, lasst die Sonne auf euer Gesicht scheinen und denkt gar nicht erst an negativ gelenkte Menschen wie Sophie Herold, die das Prinzip von Liebe und Frieden nicht verstanden haben.

Für Singles mit Niveau?

13 Apr

In Zeitschriften, im Fernsehen und im Internet wird man von Werbungen der Partnervermittlung ElitePartner angebrüllt. Ganz nach dem Motto „Hey, schaut mich an, ich bin erfolgreicher als ihr alle“ können Singles, die sich für erhaben halten, Menschen aus ihrem sozialen Milieu kennenlernen und gegebenenfalls viele schlaue Kinder mit ihnen zeugen, sodass es später noch mehr intelligente Personen mit eine Nasenspitze, die Richtung Skylinespitze zeigt, gibt. Ist doch klasse, oder?

Okay, über das Konzept dieser Art von Partnersuche möchte ich mit euch nicht diskutieren, es hat ja alles seine Vor- und Nachteile und wenn die Seite ein paar kalte Managerherzen zum schmelzen bringt, bitte.
Was ich allerdings nicht so stehen lassen würde, ist der Name „ElitePartner“, genauer gesagt die Elite. Warum ich das so sehe, habe ich in einer kleinen E-Mail an die Verantwortlichen der Firma erklärt, bitte sehr.

Sehr geehrte Damen und Herren der EliteMedianet GmbH,

sobald ich auf Ihre Partnervermittlungsseite Elitepartner.de komme, werde ich von positiv hervorzuhebenden Eigenschaften Ihrerseits überflutet: CO2-neutral, erfolgsversprechend, Auszeichnungen als Test-Siegerin und datenschutztechnisch sicher. Dazu kommen die vorteilhaften – weil schwarz-weißen und wunderbar sauber bearbeiteten – Fotos Ihres Klientel: gebildet, gut verdienend und lächelnd auf der Suche nach der besseren Hälfte. Das Online-Dating ist im Zeitalter der Globalisierung und der immensen Medialisierung – man darf nicht vergessen, dass die Leute dadurch stärker auf die Technik als auf das Zwischenmenschliche fokussiert sind – eine ideale Chance, doch noch eine Liebe für das Leben zu finden. Toll!
Dank der hervorzuhebenden Übersicht findet man sich auch schnell zurecht und gewinnt einen herrlichen Eindruck von Ihnen. Das freut mich für Sie!
Sicherlich hat der oder die CEO Ihres Unternehmens einen ähnlichen Intellekt wie Ihre Kundinnen und Kunden auch, denn wer kommt sonst auf ein so tolles Konzept wie der selektierenden Partnersuche, bei der nicht nur Interessen, sondern auch der Bildungsstand und das Einkommen eine tragende Rolle spielen? Damit hat man die unangenehmen Fragen schon vor dem ersten Date geklärt und kann besser vorausplanen.
Was ich allerdings nicht begreife ist die geschichtliche Bildung des oder der Verantwortlichen für den Namen „ElitePartner“.
Klar, jeder weiß, was eigentlich gemeint ist und dass die Seite für „Singles mit Niveau“ aka JuristInnen, ManagerInnen oder ArchitektInnen, und nicht für Alleinerziehende ohne Schulabschluss oder Kfz-MechanikerInnen gedacht ist. Der Widerspruch ist aber, dass diese „Singles mit Niveau“, mit einem gewissen Bildungsstand im Fach Geschichte also, doch nicht in diese Falle reinfallen sollten und tatsächlich einen „ELITE“-Partner suchen, oder etwa doch?
Das Wort „Elite“ weist doch auf eine Hierarchie, eine Klassifizierung und Stigmatisierung, drückt Menschen also Machtettiketten auf die Stirn und hebt einen kleinen der Gesellschaft hervor. Dieser erhabene Teil ist in Diktaturen meistens genau dieser, der mit tyrannischen, undemokratischen Mitteln den anderen, also großen, Teil der Bevölkerung regiert und schikaniert.
Da Sie so schlau sind, wissen Sie bestimmt auch, dass „Elite“ ein Lieblingswort von Adolf Hitler war. In „Mein Kampf“ hat er sich mit der „Elite“ sehr innig beschäftigt. Wäre der Besitz dieses Buches nicht in der gesamten Bundesrepublik verboten, hätten Sie es direkt nachlesen können.
Ziemlich unangenehm also, mit einem so undemokratischen Begriff für den Erhalt einer Oberschicht – denn seien wir mal ehrlich, um diese soziale Segregation geht es hier doch wirklich – zu werben, finden Sie nicht?
Schade nur, dass sich die wenigsten Leute darüber bewusst sind, dass „Elite“ eben nicht diese Polohemd-tragedenden, Golf-spielenden, bei Starbucks-trinkenden und auf jede andere Weise einen auf intellektuell machenden Leute in beigen Hosen sind, sondern dass das Wort eine braune Vergangenheit hat und selbst in Bildungsdebatten umstritten ist.
Es stimmt, in der Gegenwart wird der historische Kontext kaum noch beachtet, doch bin ich persönlich hinsichtlich der Vergangenheit Deutschlands im Gebiet des NS-Vokabulars ein wenig sensibel. Genauso, wie ich die Floskel „jedem das seine“ oder den Begriff „ausmerzen“ nicht in den Mund nehme, so verzichte ich auch darauf, meinen Bildungsstand durch undemokratische Beschreibungen hervorzuheben.
Ich frage mich nur, ob Ihnen das bewusst war, als Sie Ihrer scheinbar makellosen Seite diesen exklusiven Namen gaben, oder ob Sie nun peinlich berührt den Bildschirm anschauen und mit einem roten Kopf die Mail löschen. Mit einer Antwort oder Stellungnahme von Ihnen rechne ich zwar nicht, dennoch würde ich mich darüber freuen.
Mit freundlichen Grüßen,

Fat People Nightmares

4 Jul

Eine Bloggerin hat gerade etwas verfasst, dass ich unbedingt an euch weiterleiten möchte, weil ich diesen Eintrag sofort unterschreiben könnte und die Straßen damit tapezieren möchte.

Hier könnt ihr lesen, worum es geht. Hut ab für die Frau, ich bewundere sie und ihren Blog schon seit Längerem.